Mittwoch, 23.05.2012
21.12.2009
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Elektroantrieb

Daimler macht bei Batterie-Entwicklung Tempo

Daimler und der Industriekonzern Evonik machen beim Elektroantrieb für Autos Tempo. Die beiden Unternehmen wollen in den nächsten zwei Jahren Europas größter Batteriezellenfabrik auf Lithium-Ionen-Basis im sächsischen Kamenz aufbauen. Die Entwicklung leistungsfähiger Batterien gilt als entscheidender Schritt zum Durchbruch für Elektroautos. Rund 200 Millionen Euro wollen die beiden Unternehmen bis 2013 investieren, verlautete am Montag aus dem Umfeld des Autobauers. Damit wurden Informationen des "Handelsblatt" bestätigt. Daimler und Evonik wollten sich zu der Summe nicht äußern. Die Zahl der Mitarbeiter an dem Standort in Sachsen soll in den nächsten zwei Jahren von derzeit rund 200 auf 600 erhöht werden. In den darauffolgenden Jahren sollen dann noch weitere Arbeitsplätze aufgebaut werden. Daimler und Evonik hatten vor einem Jahr ihre strategische Partnerschaft geschlossen. In einem ersten Schritt übernahmen die Stuttgarter 49,9 Prozent an dem aus Evonik hervorgegangenen Batteriezellen-Hersteller Li-Tec in Kamenz. Der Essener Industriekonzern, der aus der alten Ruhrkohle AG und dem Spezialchemie-Unternehmen Degussa entstanden ist, hält 50,1 Prozent. Mit den Investitionen soll dem Vernehmen nach die Produktionskapazität bis 2013 auf 2,9 Millionen Batteriezellen verzehnfacht werden. Anschließend gründeten beide Unternehmen das Joint Venture Deutsche Accumotive GmbH & Co KG mit Sitz in Nabern bei Stuttgart. Daran hält Daimler 90 Prozent, Evonik den Rest. Bei der Deutschen Accumotive sollen dann – ebenfalls in Kamenz – die Batterien gefertigt werden. Ein erstes Ziel ist die serienmäßige Ausstattung des Kleinwagens Elektro-Smart mit der Technologie. Der E- Smart soll von 2012 an Unternehmensangaben zufolge in großen Stückzahlen auf den Markt kommen. Genaue Zahlen nennt Daimler nicht. Die Größenordnung liege "im fünfstelligen Bereich", sagte eine Sprecherin. Ein smart- Pilotprojekt mit Stromladestellen von RWE läuft beispielsweise bereits in Berlin. Senkung der CO2-Flottenemissionen Das "Handelsblatt" berichtet, Daimler habe ein starkes Interesse, das Thema schnellstmöglich voranzutreiben. Grund: So ließen sich die CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte kräftig senken und Strafzahlungen in Milliardenhöhe vermeiden. Für Überschreitungen des ab 2012 gültigen Grenzwertes von 130 Gramm CO2 pro Kilometer für den Flottendurchschnitt werden künftig EU-weit Bußgelder fällig (wir berichteten). (dpa)

 
 
 
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