Mittwoch, 23.05.2012
18.02.2010
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Milliardenverlust 2009

Daimler schreibt sich nicht ab

Daimler-Chef Dieter Zetsche will den Autobauer nach einem Milliardenverlust 2009 im laufenden Jahr wieder in die schwarzen Zahlen fahren. "Nach der kontrollierten Defensive 2009 spielen wir ab 2010 wieder auf Angriff", kündigte der Manager am Donnerstag in Stuttgart an. "Wir kommen mit hohem Drehmoment aus der Krise." Der Premiumhersteller peilt in diesem Jahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 2,3 Milliarden Euro an. Für 2009 mussten die Stuttgarter wegen der weltweiten Autokrise einen EBIT-Verlust von 1,5 Milliarden Euro in der Bilanz verbuchen. Unter dem Strich fuhr der DAX-Konzern sogar ein Minus von 2,6 Milliarden Euro ein. Im Jahr zuvor hatten die Stuttgarter noch einen Gewinn nach Steuern von 1,4 Milliarden und ein EBIT von 2,7 Milliarden Euro erzielt. Der Umsatz brach von 98,5 Milliarden auf 78,9 Milliarden Euro ein. Der Absatz im Konzern nahm wegen der weltweiten Verkaufsflaute um 25 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge ab. Die Zahl der Beschäftigten ging um sechs Prozent auf 256.400 zurück. Zu der negativen Ergebnisentwicklung hatten nach Angaben von Finanzchef Bodo Uebber auch Belastungen aus der Chrysler-Trennung mit nochmals 294 Millionen Euro geführt. Die Neuausrichtung des Lkw-Geschäfts in Amerika und Asien schlug mit insgesamt 340 Millionen Euro zu Buche. Ein noch größerer Verlust konnte nur durch den strikten Sparkurs im vergangenen Jahr verhindert werden, erklärte Uebber. Durch tiefe Einschnitte wie Kurzarbeit für zehntausende Beschäftigte sparte Daimler 5,3 Milliarden Euro. "Kein verlorenes Jahr" "2009 war für Daimler kein verlorenes Jahr. Wir sind im Jahresverlauf deutlich effizienter geworden", betonte Vorstandschef Zetsche. "Und auch in Zukunft werden wir weiter kontinuierlich an unserer Effizienz arbeiten." Die Kurzarbeit werde Daimler in den Pkw-Werken aber deutlich reduzieren und teilweise beenden.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: 16 neue Mercedes-Modelle – Keine Dividende für 2009

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

19. Februar 2010 18:43
joachim dietrich meint:
Die Herren Zetsche,Schrempp und wie Sie alle heißen, haben es doch tatsächlich geschafft aus einem Deutschen Vorzeige Unternehmen ein Sanierungsfall zu machen. In den 15 Jahren( 1991- 2006) die ich als Verkäufer dabei gewesen bin konnte ich bereits 1999 erkennen das es mit Daimler so nicht weiter gehen kann. Bei Daimler haben Sie nicht erkannt, das es beim Verkauf um Beziehungen zwischen Kunde und Verkäufer geht. Nur sollte ein Verkäufer auch die Zeit haben diese Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Viele gute Verkäufer haben in der Zwischenzeit das sinkende Schiff Daimler verlassen. Ich denke man muss kein Prophet sein um festzustellen das andere Hersteller in der Zwischenzeit Ihre Hausaufgaben gemacht haben.


18. Februar 2010 11:35
Dieter M. Hölzel meint:
Es muß einfach gesagt werden, dass sich dieser Herr Zetsche,bei einem
solch´gigantischen Verlust, erlaubt, über OPEL, noch vor Tagen, übelst
herzuziehen. Diese Doppelzüngigkeit ist unerträglich, aber vielleicht
spekuliert er auf die Staatshilfen die OPEL nicht bekommen soll, hat
aber mit der Qualität der Autos, wie auch bei OPEL, nichts zu tun.
Ohne Jemanden zu nahe treten zu wollen, sollte sich mancher Schreiber-
ling von Kommentaren erst mal informieren, bevor unqualifiziert ein
solcher Unsinn geschrieben wird, dabei auch noch die Grundregeln der
Höflichkeit verlassen werden. In diesem Zusammenhang ist über die VW-Bank und Renault-Kleinwagen alles gesagt worden, wobei " man " sich
in Sachen Chrysler ja auch sehr verspekuliert hat, nur darüber wird
ja nicht mehr geredet, über dieses verbrannte Kapital, aber über ande-
re Hersteller öffentlich reden. Trotz der Verluste - oder genau des -wegen - bleibt Herr Zetsche am Daimler - Steuer, mal sehen wie er das
macht, ohne nach OPEL zu schielen.

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