Dienstag, 07.02.2012
08.03.2010
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Lkw-Markt

Daimler setzt auf Lateinamerika

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler setzt auf einen kräftigen Anstieg im Lkw- und Omnibus-Markt in Lateinamerika. Für das Werk im brasilianischen São Bernado do Campo rechnet der Präsident von Mercedes-Benz do Brasil, Jürgen Ziegler, 2010 mit einer Zunahme der Verkaufszahlen zwischen "30 und 35 Prozent". Im vergangenen Jahr seien 51.500 Lkw und Omnibusse in Brasilien und im Export für Lateinamerika abgesetzt worden. "2010 rechnet wir mit 68.000 Fahrzeugen", sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz in São Paulo. Basierend auf dieser Erwartung baut das Unternehmen, das seit mehr als 50 Jahren in Brasilien aktiv ist, die Produktionskapazität in São Bernado do Campo in den kommenden 18 Monaten um 15 Prozent von derzeit 65.000 auf 75.000 Einheiten aus. Dafür stellt die staatliche brasilianische Entwicklungsbank BNDES einen Kredit von umgerechnet 460 Millionen Euro zur Verfügung. Ein entsprechender Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet. In den vergangenen Monaten stellte Mercedes-Benz in Brasilien 1.400 neue Mitarbeiter ein. In dem Werk nahe São Paulo arbeiten 11.500 Menschen. Neben Lkw und Omnibus-Fahrgestellen werden dort Motoren, Getriebe und Achsen gebaut. "Brasilien ist ein Markt mit riesigen Wachstumschancen", sagte in Stuttgart Hubertus Troska, der für die Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz in Lateinamerika und Europa zuständig ist. "Dieses Potenzial wollen wir voll ausschöpfen." Marktführerrolle verteidigen Ziegler gab in São Paulo das Ziel aus, dass Mercedes-Benz seinen Marktanteil im Segment Lkw in Brasilien von 28,5 Prozent (2009) auf 30 Prozent steigern wolle. In der Bus-Sparte liegt die Latte höher: Hier will das Unternehmen seine Marktführerrolle verteidigen und strebt 50 Prozent an (2009: 48 Prozent). Mit Blick auf das Darlehen betonte der Mercedes-Benz-do-Brasil-Chef, es sei das erste Mal, dass ein Kredit der Entwicklungsbank genutzt werde. Zu Konditionen und Laufzeiten wollte er keine Details nennen. 60 Prozent der Investitionen sollen in die Produktionserweiterung, 30 Prozent in die Entwicklung und zehn Prozent in Umwelt- und Sozialprojekte investiert werden. Das Werk ist die größte Mercedes-Benz-Lkw-Produktionsstätte außerhalb Deutschlands.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Guter Start für den Smart in Brasilien

 
 

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