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Schlussstrich
Daimler trennt sich endgültig von Chrysler
Daimler trennt sich endgültig von seiner notleidenden ehemaligen US-Tochter Chrysler und greift dafür noch einmal tief in die Tasche. Nach monatelangen zähen Verhandlungen gebe Daimler seinen Chrysler-Restanteil von 19,9 Prozent an den Mehrheitseigner Cerberus ab, wie das Unternehmen am Montagabend in Stuttgart mitteilte. Dabei verzichtet der Premiumhersteller auf die Rückzahlung der Chrysler gewährten Darlehen, die im Jahresabschluss 2008 bereits vollständig abgeschrieben wurden. Außerdem werden die Schwaben in den nächsten Jahren Millionen Dollar Pensionszahlungen zur Absicherung der Mitarbeiter des früheren gemeinsamen Unternehmens leisten. Für die ersten drei Monate 2009 legte Konzernlenker Dieter Zetsche am Dienstag tiefrote Zahlen vor (Lesen Sie dazu HIER). Bereits auf der Hauptversammlung Anfang April hatte er gesagt, das erste Quartal werde wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise "deutlich negativ" ausfallen. Im zweiten Quartal wird die Trennung von Chrysler bei Daimler mit bis zu 700 Millionen Dollar beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu Buche schlagen. Die Stuttgarter werden zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags und in den folgenden beiden Jahren jeweils 200 Millionen Dollar in die Pensionspläne von Chrysler einzahlen. Die bestehende Pensionsgarantie in Höhe von einer Milliarde Dollar gegenüber der staatlichen Pensionsaufsicht Pension Benefit Guaranty Corporation wird auf einen Betrag von 200 Millionen Dollar reduziert und läuft bis August 2012 weiter. Chrysler und Cerberus verzichten der Mitteilung zufolge auf eine Reihe von Forderungen und Vorwürfen. Daimler hatte 2007 nach neun gemeinsamen Jahren 80,1 Prozent seiner Chrysler-Anteile an Cerberus abgegeben. Über den Verkauf der restlichen Anteile wurde bereits seit Herbst vergangenen Jahres verhandelt.
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(Foto: Michael Latz/ddp)
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