Donnerstag, 24.05.2012
13.01.2010
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Leasing

Daimler und BMW verringern Risiken in USA

Die Autokonzerne BMW und Daimler ändern ihre Strategie in den USA. "Wir haben in den letzten zwei Jahren die Belastungen im US-Leasinggeschäft deutlich verringern können", sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson dem "Handelsblatt" (Mittwoch). So verringerte Daimler den Anteil von leasingfinanzierten Fahrzeugen von 70 auf 50 Prozent, BMW von 60 auf unter 50 Prozent. Der absolute Rückgang ist noch höher, weil beide Hersteller im Jahr 2009 deutliche Absatzeinbrüche verkraften mussten. Das Geschäft mit leasing- und kreditfinanzierten Fahrzeugen hat beide Hersteller in den vergangenen Jahren Milliarden gekostet. BMW verlor dem Bericht zufolge 2008 fast zwei Milliarden Euro auf dem US-Markt, weil Kunden ihre Autokredite nicht mehr bedienen konnten oder der Restwert von Leasingautos viel zu hoch angesetzt war. Daimler verlor im selben Zeitraum fast 500 Millionen Euro. Anders als in Europa tragen in den USA nicht die Händler, sondern die Hersteller solche Vermarktungsrisiken. Nach Angaben von Robertson und Daimler-Vertriebschef Joachim Schmidt hat sich der Gebrauchtwagenmarkt in den USA in den vergangenen Monaten stabilisiert. Auch das Geschäft mit Neuwagen laufe nach den herben Absatzeinbrüchen wieder besser. "Wir gehen sehr viel zuversichtlicher und mit einigem Optimismus in das Jahr 2010", sagte Robertson. Daimler-Manager Schmidt erklärte: "Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr zulegen." Beide haben angekündigt, die Fertigung in den USA massiv auszubauen. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

14. Januar 2010 13:38
Matthias Schiel meint:
Die Hersteller reagieren auf den Restwertverfall mit der Verringerung des Anteils an Leasingverträgen und rechnen die noch verbliebenen Leasingverträge (hoffentlich!!!) mit realistischen Restwerten , um ähnliche Verluste in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Die Händler sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Das bedeutet im Zweifelsfall geringere Stückzahlen aber welcher Hersteller könnte es seinen Händlern übelnehmen, wenn sie dem Beispiel folgen. Oder darf diese Strategie nur von Herstellern zur Verringerung der eigenen Verluste gefahren werden ?


14. Januar 2010 11:54
Ronny Schultz meint:
In der größten Volkswirtschaft der Welt übernimmt der Autohersteller die RW-Garantie, also das Vermarktungsrisiko. In Europa, gerade in Deutschland, muss der Händler bluten. So kann man auch Marktbereinigung betreiben. Es muss global gleiches Recht für jeden Autohändler gelten. Die deutsche Händlerschaft ächzt unter der Last von unverkäuflichen Leasingrückläufern. Selbst beim Verkauf ist kaum Marge zu erzielen und nach 3 Jahren wird jetzt der Horror-Verlust pro FZG eingefahren.....Wo endet dieses Desaster?

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