Donnerstag, 24.05.2012
20.04.2010
Share |
Erstes Quartal

Daimler verdoppelt Mercedes-Gewinnziel

Der Autobauer Daimler hat das Gewinnziel für seine Sparte Mercedes-Benz-Cars in weniger als einer Woche fast verdoppelt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde im laufenden Jahr bei 2,5 bis 3 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Konzernchef Dieter Zetsche hatte am Mittwoch der vergangenen Woche auf der Hauptversammlung des Unternehmens noch ein Ziel von mehr als 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. Im ersten Quartal hatte die wichtigste Sparte des Konzerns bei Umsätzen von 11,6 Milliarden Euro einen Gewinn (EBIT) von 806 Millionen Euro erzielt.

Laut Mitteilung drehte das Konzernergebnis (EBIT) vorläufigen Zahlen zufolge ins Plus. Nach einem Minus (EBIT) von 1,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sei nun ein Plus (EBIT) von 1,2 Milliarden Euro erzielt worden. Getragen worden sei diese Entwicklung von "sehr guten Ergebnissen bei Mercedes-Benz-Cars". "Diese waren die Folge von hohen Verkäufen, starkem Modellmix und guter Preisdurchsetzung zusätzlich zu einer insgesamt vorteilhaften Kostenstruktur im ersten Quartal", hieß es in der Mitteilung weiter.

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal bei 21,2 Milliarden Euro. Dabei verzeichnete die zweitgrößte Sparte, Daimler Trucks, Erlöse von 4,9 Milliarden und einen Gewinn (EBIT) von 130 Millionen Euro. Im Gesamtjahr soll die Sparte ein EBIT von 500 bis 700 Millionen Euro aus dem laufenden Geschäft erzielen.

Börse reagiert positiv

Investoren zeigten sich hocherfreut: Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz sprangen Daimler-Papiere auf 38,725 Euro hoch. Im Xetra-System hatten die Titel wenige Stunden vor der Mitteilung zum Schluss noch 36,305 Euro gekostet.

Wegen der anziehenden Nachfrage nach Lastwagen beendet Daimler die Kurzarbeit in den deutschen Werken. An den Standorten Wörth und Gaggenau werde die Kurzarbeit bereits Ende Mai auslaufen und damit einen Monat früher als geplant, teilte Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler am Montag in Stuttgart mit. In den Werken Mannheim und Kassel läuft die Regelung wie vereinbart bis Ende Juni. Ende März waren Daimler zufolge noch 11.300 Beschäftigte in der Lastwagenproduktion in Kurzarbeit.

 

Klemm wieder Daimler-Gesamtbetriebsratschef

Erich Klemm, Gesamtbetriebsratschef des Stuttgarter Autobauers Daimler, ist am Dienstag in seinem Amt bestätigt worden. Der 55-jährige wurde einstimmig zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt, teilte der Gesamtbetriebsrat am Dienstag in Stuttgart mit. Klemm ist seit 1978 Betriebsrat und seit 1989 Betriebsratsvorsitzender im Werk seiner Geburtsstadt Sindelfingen (Kreis Böblingen). Seit 1999 ist der gelernte Maschinenschlosser Gesamtbetriebsratschef und damit auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Stuttgarter Autobauers. (dpa)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

20. April 2010 10:02
Karl Schuler meint:
Bei diesen guten Aussichten stellt sich mir die Frage, warum in Stuttgart seit einen Vierteljahrhundert daran gearbeitet wird, sich breiter und größer aufzustellen. Was hat man sich vom Eintritt in den Massenmarkt der Klein- und Kleinstwagen versprochen? Sind 1 Mio. Mercedes nicht profitabler und wirtschaftlicher herzustellen als 2 Mio. Kleinwagen? Stückzahlwahnsinn statt Qualität und Exklusivität. Es gab Zeiten, da baute Mercedes ein Zehntel seiner jetzigen Jahresproduktion und hat damit Geld verdient. "Maybach" hätte als luxuriöse Ausstattungslinie in den Modellreihen angeboten werden können.

Ist es nicht gerade der souveräne Kunde weltweit, der für einen echten Mercedes “Made im Ländle”, gerne seinen Geldbeutel geöffnet und den kleinen Mehrpreis für Heckantrieb und schwäbische Qualität bezahlt hätte? Eine Gesundschrumpfung in "Deutsche Qualitätsarbeit" mit einen Angebot aus fünf Modellreihen B-, C-, E-, S- und SL-Klasse plus Trucks ist aus meiner Sicht die einzige Zukunftslösung.

Der Ruf nach großen Produktionsmengen ist aus Sicht der Rendite und der Wirtschaftlichkeit in einem reifen Markt nicht nachvollziehbar! Die größten Autokonzerne der Welt, GM und Toyota, haben das gerade anschaulich bewiesen. Weniger wäre mehr gewesen…

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr