Donnerstag, 24.05.2012
14.02.2008
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Bilanz 2007

Daimler weint Chrysler keine Träne nach

Der Stuttgarter Autokonzern Daimler gibt nach dem Abschied von seiner defizitären US-Tochter Chrysler und einem tiefgreifenden Konzernumbau wieder Gas. Das operative Ergebnis wurde im Jahr 2007 kräftig gesteigert. Der Nettogewinn legte trotz der milliardenschweren Belastungen aus dem Chrysler-Verkauf ebenfalls zu. Vorstandschef Dieter Zetsche zeigte sich am Donnerstag in Stuttgart für das laufende Geschäftsjahr optimistisch: Auch 2008 erwarte der Autobauer kräftige Zuwächse. "Der Kurs ist klar, Daimler gibt Gas." Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von von 5,0 Milliarden auf 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2007 und lag damit leicht unter den Erwartungen von Analysten. Die vom Konzern ausgegebene Prognose von mindestens 8,5 Milliarden Euro wurde aber übertroffen. Der Nettogewinn stieg leicht von 3,8 Milliarden auf 4,0 Milliarden Euro. Dabei wirkten sich Belastungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro aus der Abwicklung des Verkaufs der schwächelnden US-Tochter Chrysler negativ aus. Angesichts der Gewinnentwicklung kündigte Daimler an, die Dividende 2007 von 1,50 Euro auf 2,00 Euro zu erhöhen. Der Konzernumsatz bewegte sich mit 99,4 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2006: 99,2 Mrd) und soll 2008 leicht steigen. Die Zahl der Mitarbeiter ging weltweit von 274.024 auf 272.382 zurück. In Deutschland lag die Beschäftigtenzahl bei 166.679 (Vorjahr: 166.592). Die Aktien des Autobauers stiegen nach Vorlage der Zahlen um 0,22 Prozent auf 53,88 Euro. Wachstumsmotor der Stuttgarter war im Jahr 2007 die Mercedes-Gruppe (Mercedes, smart, Maybach). Das operative Ergebnis sprang von 1,783 Milliarden auf 4,753 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg leicht um zwei Prozent auf 54,2 Milliarden Euro. Der Absatz war 2007 unter anderem dank der neuen C-Klasse auf die Rekordmarke von 1,293 Millionen Fahrzeugen gestiegen (2006: 1,25 Mrd). Auch im laufenden Jahr soll der Absatz weiter steigern. Beim operativen Ergebnis peilt Daimler für die Sparte von 2010 an unverändert eine Rendite von durchschnittlich 10 Prozent an. 2007 schafften Mercedes-Benz Cars knapp 8,8 Prozent.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Entwicklung der A-/B-Klasse "grundsätzlich eigenständig"

 
 
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