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Auch im Nutzfahrzeugbereich von Daimler soll ab Ostern Kurzarbeit eingeführt werden.
Personal
Daimler will zwei Milliarden Euro sparen
Die Daimler-Beschäftigten in Deutschland müssen sich auf spürbare Einschnitte einstellen. Der Konzern will wegen der dramatischen Absatzflaute im laufenden Jahr in Deutschland zwei Milliarden Euro bei den Personalkosten einsparen. Der Premiumhersteller wolle die Arbeitszeit für 73.000 Mitarbeiter um bis zu fünf Stunden verkürzen, weniger Zuschuss zum Kurzarbeitergeld zahlen und die für Mai geplante zweiten Stufe der Tariferhöhung von 2,1 Prozent verschieben, sagte Daimler-Personalvorstand Günther Fleig am Mittwoch in Stuttgart. Außerdem sollen Urlaubs- und Weihnachtsgeld schrumpfen sowie Sonderzahlungen verschoben werden. Über das Sparpaket werde derzeit mit dem Betriebsrat verhandelt. Von den Sparmaßnahmen sind die 141.000 Beschäftigten der Daimler AG in Deutschland betroffen. Daimler hat in Deutschland insgesamt rund 168.000 Mitarbeiter. In den deutschen Pkw-Werken sind derzeit mehr als 50.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Von Ostern an soll auch für den Nutzfahrzeugbereich nach und nach Kurzarbeit eingeführt werden, betroffen sind hier rund 18.000 Beschäftigte. Über die Arbeitszeit-Reduzierung hatte es vor Monaten Streit zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat gegeben. Während der Vorstand eine Arbeitszeitverkürzung von 35 auf 30 Stunden favorisierte, setzte sich der Betriebsrat für die Anmeldung von Kurzarbeit ein. Kurzarbeit ist bei den Beschäftigten mit deutlich weniger Einbußen verbunden, für das Unternehmen ist es allerdings die teurere Lösung. Kurzarbeit bietet früheren Angaben des Betriebsrates zufolge eine Absicherung der Netto-Entgelte von bis zu 97 Prozent. Eine Absenkung der Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden sichere lediglich bis zu 89 Prozent der Netto-Entgelte. Der Pkw-Absatz bei Daimler ist seit Monaten auf Talfahrt. Für das laufende Jahr hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche bereits angekündigt, Absatz, Umsatz und Ergebnis würden rückläufig sein. Für das erste Quartal rechnet der Konzernlenker sogar mit roten Zahlen. (dpa)
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