DaimlerChrysler: Lkw-Sparte wird 2007 Umsatzrendite verfehlen

23.02.2007 12:16 Uhr
Trotz einer erwarteten Wachstumsdelle sieht sich Truck Group-Vorstand Renschler "gerüstet für 2007".

Renschler: Zyklisches Geschäft in USA und Asien führt zu Verkaufs- und Ergebnisrückgang

Der weltgrößte Nutzfahrzeugbauer DaimlerChrysler rechnet mit einer Wachstumsdelle im Jahr 2007. Wegen des zyklischen Geschäfts im Hauptabsatzmarkt USA sowie in Asien werde es einen Absatz- und Ergebnisrückgang geben, sagte der Vorstand der Truck Group des Autokonzerns, Andreas Renschler, am Freitag in Stuttgart. Das Ziel einer Umsatzrendite von im Schnitt über sieben Prozent in den nächsten Jahren werde voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr verfehlt. Die Nutzfahrzeugsparte werde aber auch in diesem schwierigen Jahr profitabel bleiben, betonte Renschler. Im vergangenen Jahr hatte die DaimlerChrysler Truck Group eine Umsatzrendite von 6,3 Prozent erzielt. Der Umsatz wurde von 30,3 auf 31,9 Mrd. Euro gesteigert. Der operative Gewinn verbesserte sich von 1,6 Mrd. im Vorjahr auf 2,02 Mrd. Euro. Der Absatz erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 537.000 verkaufte Fahrzeuge. Zur DaimlerChrysler Truck Group gehören die Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star, Sterling und Mitsubishi Fuso. Renschler äußerte sich zuversichtlich, die Absatzrückgänge auf dem US-Markt auszugleichen. "Wir sehen uns gerüstet für 2007", betonte der Manager. Das Unternehmen werde seine Position als Weltmarktführer verteidigen. Im Jahr 2008 werde das Umsatzrenditeziel wieder erreicht. In den kommenden Jahren sei mit einer weiteren Verschärfung der Abgasvorschriften weltweit zu rechnen, so Renschler. So sei in den USA, dem wichtigsten Markt für schwere Lastwagen, bereits für 2010 eine neue Richtlinie angekündigt. "Die Entwicklungskosten durch die Emissionsvorgaben belasten uns und werden in den kommenden Jahren auf hohem Niveau bleiben", sagte der Automanager. Zahlen wollte er aber nicht nennen. Hybridantriebe "durchaus ein Thema" Angesichts der schärferen Abgasvorschriften und des steigenden Verkehrs werde der Anteil alternativer Antriebsformen steigen. So dürfte Biodiesel eine wichtigere Rolle spielen. Problem sei hier im Augenblick aber noch die unterschiedliche Qualität des Sprits. Hier gelte es, möglichst schnell einheitliche Standards zu schaffen. Auch Hybridantriebe seien für Nutzfahrzeuge durchaus ein Thema, allerdings sei ihr Einsatz nur in Ballungsräumen von Interesse. (dpa)

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