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Schrottplatz
Das Siechtum der "Old GM"
Ed Whitacre lässt sich gerne feiern. Der 68-jährige Konzernchef von General Motors versäumt keine Gelegenheit, auf die Fortschritte hinzuweisen, die der größte Autohersteller der USA macht: mehr Absatz, mehr Umsatz, endlich wieder Gewinn. "Die neue GM ist auf dem richtigen Weg", bilanzierte er jüngst. Nun geht es zurück an die Börse. Und die alte GM? Die siecht vor sich hin.
Als der Konzern vor gut einem Jahr zusammenbrach, traf die US-Regierung eine wegweisende Entscheidung: GM darf weiterleben, aber nur der gute Teil von GM. All das, was General Motors in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter nach unten gezogen hatte, verblieb in der "Old GM": unrentable Werke, abgewirtschaftete Marken, hohe Schulden, überbordende Personallasten.
Mit diesem Erbe schlägt sich nun Al Koch herum. Der Unternehmensberater ist Chef der Motors Liquidation Company, wie die alte General Motors mittlerweile bezeichnenderweise heißt. Seine Aufgabe ist es, das abzuwickeln, was vom einst mächtigsten Autohersteller der Welt an Schrott übrig geblieben ist. Er soll den Verlierern der Insolvenz, den Alteigentümern und Gläubigern, zumindest einen kleinen Teil ihres Einsatzes zurückbringen.
Koch ist derzeit vor allem als Umweltschützer unterwegs. Denn mehr als 100 Jahre Automobilbau haben ihre Spuren hinterlassen. So manches aufgegebene Werksgelände ähnelt einer Giftmülldeponie: Die Böden sind verseucht, in den Hallen lagern gefährliche Stoffe. Käufer lassen sich so keine finden.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Werksgelände so groß wie Kleinstädte
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(Foto: General Motors)
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