Der Prüfkonzern Dekra will seine europäische Marktführerschaft bei Pkw- und Lkw-Hauptuntersuchungen weiter ausbauen und verstärkt ins Industrieprüfgeschäft einsteigen. Wie Vorstandschef Klaus Schmidt am Dienstag in Stuttgart erklärte, spielen die Dekra-Töchter in Frankreich als "Sprungbrett" für die Erschließung neuer Märkte in Südeuropa und Nordafrika eine herausragende Rolle. Dabei solle die französische Tochter Norisko europaweit ihr Know-how einbringen. Im ersten Halbjahr 2008 steigerte der Prüfkonzern den Umsatz um 10,2 Prozent auf 774,7 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2007 mit 18.000 Mitarbeitern über 1,4 Milliarden Euro umgesetzt, davon entfielen nach den Worten von Schmidt weit über 900 Millionen Euro auf den automobilen Bereich, von Fahrzeugprüfungen bis hin zu Kfz-Gutachten. Bis zum Jahr 2010 will der Dekra-Chef den Umsatz auf über zwei Milliarden Euro erhöhen. Der heutige Auslandsumsatz soll von 25 Prozent dann auf über 40 Prozent klettern. Große Hoffnung setzt Schmidt auf die Tochter Norisko, die heute schon der drittgrößte Industrieprüfer in Frankreich ist. Die Tochtergesellschaft peilt im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 250 Millionen Euro an. "Wie schon in Deutschland haben wir uns inzwischen auch in Frankreich bei Pkw- und Lkw-Prüfungen an die Spitze gesetzt", sagte Schmidt. In Deutschland prüft Dekra nach eigenen Angaben 36 Prozent der Pkw, in Frankreich sind es 27 Prozent. Bei Lkw rollen in Deutschland 60 Prozent und in Frankreich inzwischen 40 Prozent durch die Prüfanlagen des Konzerns. (dpa)
Expansion: Dekra will neue Märkte erobern
Der Prüfkonzern will mittelfristig in Südeuropa und Nordafrika Fuß fassen sowie verstärkt ins Industrieprüfgeschäft einsteigen. "Sprungbrett" sollen dabei die französischen Tochtergesellschaften sein.