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Umsatzwachstum
Dekra zeigt sich "wetterfest"
Ungeachtet der globalen Wirtschaftskrise wird Dekra in diesem Jahr ein Umsatzplus einfahren. Der Umsatz des Prüfkonzerns steige 2009 um 6,5 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro, erklärte der neue Interimschef Roland Gerdon am Donnerstag in Stuttgart. "Jetzt zahlt sich aus, dass wir unser Unternehmen wetterfest gemacht und konsequent auf Wachstum ausgerichtet haben." Alle Geschäftseinheiten hätten zu dieser Leistung beigetragen. Gerdon hatte erst am Mittwoch vorübergehend den Dekra-Chefposten übernommen, nachdem der bisherige Vorstandsvorsitzende Klaus Schmidt aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war (wir berichteten). Laut Gerdon waren im zu Ende gehenden Geschäftsjahr u.a. der internationale Ausbau der automotiven Dienstleistungen und die Stärkung des Industrie-Prüfgeschäfts durch Akquisitionen die Wachstumstreiber. Auch die integrierten Personaldienstleistungen hätten sich positiv entwickelt. Im Konzern wuchs die Zahl der Beschäftigten um 1.000 auf rund 21.000. Zum voraussichtlichen Gewinn machte Gerdon keine Angaben. Im automotiven Kerngeschäft habe Dekra den Abstand zu den Wettbewerbern sowohl national als auch international weiter vergrößert, erklärte der Vorstand. Die weltweiten Erlöse in diesem Bereich hätten um acht Prozent auf über eine Milliarde Euro zugelegt. In Deutschland erwartet der Prüfkonzern einen Automotive-Umsatz von mehr als 840 Millionen Euro. Gerdon hob die Partnerschaft mit bundesweit rund 39.000 Autohäusern bei Fahrzeugprüfungen hervor. "Diese Form der Zusammenarbeit hat sich bestens bewährt", so der Manager. Dekra sieht sich als Marktführer in Europa bei Fahrzeugprüfungen und Expertendienstleistungen. Die automotiven Auslandsgesellschaften trugen den Angaben zufolge 220 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Größte Auslandstochter ist Dekra Automotive France, gefolgt von der brasilianischen Niederlassung. Dort hatte der Prüfkonzern zu Jahresbeginn die brasilianische Nummer eins auf dem Gebiet der Fahrzeugidentifizierung und -bewertung, Volchi, übernommen. Zudem wurde 2009 in den Niederlanden zugekauft. Expansion bleibt auf Agenda Bereits 2008 hatte Dekra 15 Unternehmen in Brasilien, Frankreich und Russland akquiriert. Als mittelfristiges Ziel wurde ein Auslandsanteil am Konzernumsatz von 50 Prozent ausgerufen. Gerdon schloss weitere Zukäufe im nächsten Jahr nicht aus. "Ich bin zuversichtlich, dass es uns auch im bevorstehenden Geschäftsjahr gelingen wird, den Konzern weiter auszubauen und erneut Wachstum zu generieren." (rp)
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(Foto: Dekra)
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