Die Luxusmarke Maybach bereitet DaimlerChrysler immer mehr Kopfzerbrechen. Wie eine Konzernsprecherin gegenüber dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) bestätigte, wurden im vergangenen Jahr weltweit nur etwa 300 Stück der rund 400.000 Euro teuren Fahrzeuge ausgeliefert. In 2004 hatten die Stuttgarter noch ca. 500 Exemplare verkauft, nach 600 Wagen ein Jahr zuvor. Damit sei die Mercedes-Gruppe, zu der Maybach gehört, weiter denn je entfernt von ihrem ursprünglichen Absatzziel von jährlich 1.000 Fahrzeugen. Laut Wirtschaftszeitung will der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche das vergleichsweise dichte Maybach-Händlernetz im wichtigen US-Markt auf den Prüfstand stellen. "Vom Gesichtspunkt der Ressourcen macht es Sinn sich zu fragen, ob wir dort richtig aufgestellt sind", wird Zetsche zitiert. Maybach unterhalte im größten Automarkt der Welt etwa 70 Händler, die zusammen im vergangen Jahr 152 Wagen verkauft hätten. Zum Vergleich: Die BMW-Marke Rolls-Royce brachte mit 29 Händlern rund 382 Luxuskarossen an die amerikanischen Kunden. (rp)
Der Maybach bleibt ein Ladenhüter
Zeitung: 2005 wurden weltweit nur rund 300 Exemplare des Luxuswagens verkauft