Klima-Studie: Deutsche Autobauer fahren weiter hinterher

25.07.2008 12:23 Uhr
Laut einer Studie ist Peugeot-Citroën unter den internationalen Autobauern am besten auf den Klimawandel eingestellt.
© Foto: Peugeot

Ausländische Hersteller sind einer Studie zufolge deutlich besser auf die Herausforderungen des Klimaschutzes vorbereitet als heimische Anbieter. Öko-Primus ist demnach Peugeot-Citroën. Allein BMW hält die deutschen Fahnen hoch.

Die deutsche Autoindustrie droht einer Studie zufolge bei Klimaverträglichkeit und CO2-Ausstoß abgehängt zu werden. Ausländische Hersteller seien deutlich besser auf die Herausforderungen des Klimaschutzes eingestellt. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital" unter Berufung auf eine Studie des Instituts des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Darin werden 15 Autohersteller aus Europa, Japan und den USA verglichen. Den Angaben zufolge ist der französische Konzern Peugeot-Citroën am besten auf den Klimawandel vorbereitet, gefolgt vom weltweiten Branchenprimus Toyota aus Japan. Beide würden den CO2-Ausstoß ihrer Wagen am effektivsten reduzieren. Bewertet wurden neben der aktuellen Kohlendioxid-Emission der Fahrzeug-Flotten auch Einspar-Potenziale durch kleine Modelle oder innovative Technik. Dabei landete BMW mit dem dritten Platz als einziger heimischer Autohersteller im Spitzenbereich. Die Untersuchung sieht bei den Münchnern ein höheres Einsparpotenzial als bei allen anderen Anbietern. VW und Mercedes kommen laut Studie lediglich auf Rang sieben und acht. Auch Ford und die General Motors-Tochter Opel wurden besser bewertet als die meisten deutschen Hersteller, weil sie bei Klein- und Kompaktfahrzeugen die Nase vorn hätten. Porsche habe die Flotte mit dem höchsten CO2-Ausstoß und belege daher nur den vorletzten Platz. Schlusslicht sei der US-Konzern Chrysler. VDA trommelt für CO2-Fortschritte Am Donnerstag rühmte der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) noch die Fortschritte der deutschen Autobranche bei der CO2-Reduzierung ihrer Neuwagen. Demzufolge sanken die durchschnittlichen CO2-Emissionen von Fahrzeugen deutscher Marken im Jahresverlauf um 3,4 Prozent und damit stärker als die der Importeure. Die französischen Marken hätten seit Jahresbeginn einen Rückgang um 1,9 Prozent, die japanischen um 1,6 Prozent erzielt. Laut Verband haben die deutschen Hersteller zudem die Anzahl der Modelle, die weniger als 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen – das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von weniger als fünf Liter je 100 Kilometer – um 50 Prozent auf 77 erhöht. (dpa/rp)

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