Dienstag, 07.02.2012
07.08.2008
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Umfrage

Deutsche Autobauer rütteln nicht am Leasing

Nach Ansicht der deutschen Autobanken bleibt dem Fahrzeugleasing in Deutschland ein ähnliches Schicksal wie in den USA erspart. Das ist das Ergebnis einer aktuellen AUTOHAUS Online-Umfrage unter Herstellergebundenen und freien Instituten. "Wir können momentan keine vergleichbaren Probleme in Deutschland erkennen", erklärte Matthias Blank, Sprecher der Volkswagen Financial Services AG. Der Marktführer aus Wolfsburg werde im gewerblichen wie im privaten Leasing weiter expandieren. "Wir stellen Leasing nicht in Frage. Für VW bleibt es auch künftig ein wichtiges Instrument zur Absatzförderung", so Blank. Für Daimler sind drastische Schritte wie etwa der komplette Leasing-Ausstieg des ehemaligen US-Parnters Chrysler (wir berichteten) "überhaupt keine Option" in Deutschland. "Leasing spielt für uns weiterhin eine strategisch wichtige Rolle bei der Absatzunterstützung", sagte Mercedes Bank-Sprecher Harald Bertsch auf Anfrage. Die Kundennachfrage sei ungebrochen groß. So sei beispielsweise das im Mai 2008 eingeführte Angebot "Privat-Leasing plus" "sehr gut im Handel angelaufen". Wie viele Privatkunden sich bislang dafür entschieden haben, konnte der Sprecher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Laut BMW-Sprecher Alexander Bilgeri kann über die Auswirkungen der Leasingkrise in den USA auf den deutschen Markt lediglich spekuliert werden. "Das Leasinggeschäft in Deutschland wird aber immer eine Bedeutung haben", sagte er gegenüber diesem Dienst. Auch von Seiten der großen herstellerunabhängigen Pkw-Leasinganbieter kommt ein klares "Nein" auf die Frage nach einem nahenden Leasing-Ende. "Für Deutschland und die Santander Consumer Leasing zeichnet sich derzeit keine ähnliche Entwicklung ab", so Marion Johl, Geschäftsführerin der Santander-Leasingsparte. Den von Autoexperten zuletzt beobachteten Trend zum Wertverfall bei großen Fahrzeugen in Deutschland können die befragten Institute nicht bestätigen. Generell vertrauen die Hersteller auf ihr "marktgerechtes und umsetzbares Restwertmanagement". Nach den Worten von BMW-Sprecher Bilgeri sind auch die Gründe für sinkende Restwerte in den beiden Ländern "nicht unbedingt deckungsgleich". Während der starke Wertverfall der großen Autos in den USA neben den steigenden Spritpreisen besonders durch die Folgen der Immobilien- und Kreditkrise beschleunigt werde, leiste hierzulande die Verunsicherung der Verbraucher bezüglich der geplanten CO2-Besteuerung ihren Beitrag.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Rückläufer-Schwemme in den USA bedroht deutsche Autobauer

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. August 2008 19:10
Hansjörg Blender meint:
Klar haben die meisten Hersteller kein Problem, da diese inclusive
ihrer Banken das Risiko auf Ihre Partner - die Händler - abladen.
Wenn Leasing und hier auch die sogenannten 3 Wege Fianzierungen weiter
ein Erfolgsmodell bleiben sollen - im gewerblichen Bereich ein Muß - und auch bei privaten Kunden immer noch interessant, müssen neue Wege der Risikoverteilung gefunden werden. Noch nie war die Zukunftsvorhersage so unsicher. Diesel-Benziner - Kraftstoffpreise - Neue Antriebsarten - Kfz Steuer, Partikelfilter Feinstaub Hysterie usw usw.
Nur gemeinsam und partnerschaftlich kann hier eine Lösung sein, da sonst das Risiko, ganz speziell für dne Handel, nicht mehr tragbar ist.


08. August 2008 14:31
outsider meint:
(...) BMW hat wohl die gerade abgeschlossene Verramschungsaktion im eigenen Hause übersehen! "Family and Friends " bei der schon mal ein 7er nach knapp 2 Jahren für 33.000,00€ den Besitzer wechselte! UVP: 95.000,00€! Beim 3er warens mehr als 50% Verlust in der selben Zeit und 5er fanden so wenig Interessenten dass man der Family ( BMW-Mitarbeiter ) gleich 100€ versprach wenn ein Fahrzeug vermittelt wird! Da konnten dann auch freie Händler zum "friend" werden. Am Abholplatz in Saal bei Kehlheim war dann auch Volksfestsimmung und deutlich zu sehen dass nach diesen 7000 Fahrzeugen schon die nächsten aus der Donau gezogen werden. Fazit BMW hat den Kampf um die Restwerte schon verloren! Wieviele Händler daran Sterben werden, zeigen die nächsten 36 Monate


08. August 2008 11:50
Michael Ernst meint:
Ich glaube das bei aktuellen Leasinggeschäften die spätere Vermarktung der Modelle gar nicht beachtet wird. Der überwiegende Anteil von Leasinggeschaäften ergibt sich aus gewerblichen Käufern die natürlich ein Modell auswählen welches den oft höheren Laufleistungen und dem Nutzen gewählt wird. Beisp. ein 3 Jahre alter Kombi Diesel mit 120.000 KM ; wer ist danach die Käufergruppe? Privat glaube ich nicht, Gewerbe zu hohe Laufleistung, Export Kombis wohin ? Dazu das noch immer bestehende Klischee des Deutschen ein Auto mit über 100Tsd Km ungern zu kaufen.Zeigen Sie mal einem Käufer bei einem RW Leasing wie er das Fahrzeug auszulösen hätte: Was so hoch, das ist das Auto ja gar nicht wert sind die Aussagen. Ich denke Markenübergreifend muß über Marktpreise und RW nachgedacht werden. Es wird keine weitere Wende geben, das GW knapp werden !

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