7-Tage-Rückblick
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Audi enthüllte in Peking die Serienversion des Geländewagens Q5.
Auto China 2008
Deutsche Hersteller setzen auf Marktdynamik
Zweistellige Wachstumsraten in China als dem dynamischsten Automarkt der Welt sorgen bei deutschen Automanagern für gute Stimmung. Entsprechend selbstbewusst und mit großem Aufwand traten sie auf der Automesse Auto China am Sonntag in Peking an. Die Weltpremieren wichtiger Volumenmodelle wie dem Geländewagen Q5 von Audi und dem GLK von Mercedes-Benz nicht nach Europa oder in die USA, sondern nach China zu verlegen, verdeutlichen den Stellenwert, den das Land für Deutschlands Autobauer inzwischen besitzt. Die Auseinandersetzungen um die Tibetfrage und die Beachtung der Menschenrechte im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking war zwar ein Gesprächsthema hinter den Kulissen, spielte am ersten Tag der Autoshow auf dem völlig überfüllten neuen Messegelände der chinesischen Hauptstadt aber keine große Rolle. VW-Chef Martin Winterkorn, dessen Konzern mit 5.000 Fahrzeugen die Spiele unterstützt, nahm jedoch die Gelegenheit wahr und mahnte die chinesischen Partner, die Chance zu nutzen, die Olympische Spiele böten. "Denn die Spiele stehen wie kein zweites Ereignis für Frieden, Dialog und Völkerverständigung" betonte Winterkorn. Für Europas größten Autokonzern VW ist China zum wichtigsten Absatzmarkt geworden. Winterkorn zeigte sich sicher, in diesem Jahr die Absatzmarke von einer Million Fahrzeugen zu knacken. VW stellte auf der Auto China mit dem New Bora und dem Lavida zwei neue Modelle vor, die extra für das Land entwickelt worden sind. Er halte einen Absatz von 1,5 Millionen Autos in China in zwei Jahren für nicht unrealistisch. Volkswagen hatte konzernweit den Absatz in China 2007 um 18 Prozent auf 910.000 Fahrzeuge steigern können. Ähnlich große Erwartungen haben auch die anderen deutschen Premiumhersteller wie BMW, Audi oder Mercedes-Benz. Der chinesische Markt wird nach einer Studie des IFA-Instituts auch in den kommenden Jahren massiv wachsen – und zwar gerade im Premiumsegment (wir berichteten). Er dürfte bis 2015 von heute 4,5 Prozent auf 15 Prozent des Marktes ansteigen – ein Volumen von 2,5 Millionen Fahrzeugen.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Daimler bringt Smart 2009 nach China
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