Mittwoch, 08.02.2012
02.09.2010
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Absatz im August

Deutsche Premiummarken wachsen in USA

Die US-Autoverkäufe sind im August auf Jahressicht gesunken. Branchenweit gingen die Verkäufe nach Daten des Marktforschers Autodata um 21 Prozent auf knapp eine Million zurück. Grund ist der hohe Vergleichswert aus dem Vorjahr: Im August 2009 hatte die US-Version der Abwrackprämie scharenweise Neukunden in die Autohäuser getrieben. Deshalb kam es nun zu starken Einbußen. Überraschungssieger war allerdings Chrysler. Zudem konnten sich vor allem die deutschen Oberklasse-Hersteller vom allgemein negativen Trend abkoppeln.

"Die kraftstoffeffizienten Modelle unserer Hersteller überzeugen offensichtlich auch in schwierigen Zeiten die anspruchsvollen Kunden in den USA", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, am Donnerstag. Insgesamt hätten die hiesigen Autobauer um ein Prozent zulegen können.

Chrysler, der vom italienischen Fiat-Konzern kontrollierte kleinste der drei großen US-Hersteller, fuhr ein Verkaufsplus von sieben Prozent auf fast 100.000 Wagen ein. Der Zuwachs lag aber nicht zuletzt daran, dass viele Kunden vor einem Jahr die endgültige Pleite befürchtet hatten und lieber Autos der Konkurrenz kauften.

Die ehemalige Mutter Daimler konnte im August mit der Marke Mercedes-Benz ein Absatzplus von rund 15 Prozent auf fast 20.000 Wagen verbuchen. Besonders gefragt waren die Modelle der C- und E- Klasse. Der Stadtwagen Smart bleibt dagegen in den USA ein Flop: Nur 448 wurden im August ausgeliefert, mehr als 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Sportwagenbauer Porsche legte vor allem dank der neuen Generation seines Geländewagens Cayenne zu. Mehr als 50 Prozent betrug der Zuwachs bei diesem Modell. Insgesamt kauften die Amerikaner mit 2.032 Porsches ein Drittel mehr als noch im Vorjahresmonat.

BMW leidet unter Mini

Schwer tat sich im August BMW auf dem für die Münchener wichtigen US-Markt. Die Verkäufe der Kernmarke legten zwar um 1,6 Prozent auf 19.540 Fahrzeuge leicht zu. Der Gesamtabsatz der BMW Group litt aber unter den schwachen Zahlen der britischen Kleinwagentochter Mini, deren Absatz um mehr als 13 Prozent auf 4425 Wagen sank.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: GM und Ford verlieren elf Prozent – Klatsche für Toyota

 
 

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