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Der NW-Absatz steigt in Deutschland 2009 vermutlich auf ein Zehnjahreshoch.
Halbjahresbilanz 2009
Deutscher Automarkt auf Rekordkurs
Dank der Umweltprämie ist der deutsche Automarkt im ersten Halbjahr 2009 kräftig am Gas gehangen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) in Flensburg wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres 2,06 Millionen Pkw neu für den Straßenverkehr zugelassen – ein Zuwachs von 26,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das KBA bestätigte entsprechende Zahlen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) vom Donnerstagvormittag. Die Importeure teilten mit, dass die Halbjahresbilanz sogar das Neuzulassungsergebnis des Rekordjahres 1999 übertreffe. Im Juni sorgte der "Motor" Umweltprämie für einen Zulassungsschub um 40,5 Prozent auf 427.111 Neuwagen. Es war laut KBA der höchste Wert seit Jahresbeginn. Der Privatanteil betrug 67,3 Prozent (Mai: 69,5 Prozent). Nach VDIK-Angaben wuchs der private Markt im ersten Halbjahr um etwa 99 Prozent oder fast 650.000 Fahrzeuge, während der gewerbliche Bereich um über 20 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum blieb. "Private Kunden haben das Vertrauen zurückgewonnen und ihr Interesse am Auto wieder entdeckt", erklärte VDIK-Präsident Volker Lange. Ohne die staatliche Förderung hätten sie sich in der Mehrzahl wie bisher für ältere Gebrauchtwagen entschieden. Lange erwartet aber, dass in den kommenden Monaten die Zuwächse nicht mehr die Bestmarken des ersten Halbjahres erreichen werden. Nach Verbandsangaben kamen in den ersten sechs Monaten 42 Prozent der neu in Deutschland angemeldeten Autos von jenseits der Grenze. Die Autokäufer investierten die Prämie vor allem in kleine Fahrzeuge. Besonders gefragt waren Minis (plus 124 Prozent) und Kleinwagen (plus 79 Prozent). Die Kompaktklasse kam auf ein Plus von 27 Prozent. Auf diese Segmente entfallen nach Behördenangaben inzwischen 63 Prozent des NW-Markts. Bei Wagen der oberen Mittelklasse (minus 18,5 Prozent) und der Oberklasse (minus 24 Prozent) verzeichneten die Autohersteller Rückgänge im zweistelligen Bereich. Die Neuzulassungen von Sportwagen brachen um 30 Prozent ein. ZDK: "Atempause durch den Baby-Boom" Das Deutsche Kfz-Gewerbe sprach angesichts des Trends zu kleineren Wagen von einer "Atempause durch den Baby-Boom". Die hohen Zuwächse in den kleinen, prämienbegünstigten Segmenten hätten der Branche im ersten Halbjahr zwar "ein wenig Luft verschafft", doch sei die Abwärtsspirale beim Diesel und den oberen Fahrzeugsklassen, einschließlich Transporter und Lkw, unverändert heftig. " Die Prämie hat die Stimmung verbessert, die Rentabilität nicht", sagte ein ZDK-Sprecher. Trotz des guten Zulassungsergebnisses liege die Rendite im Handel unverändert an der Null-Linie. Die Euphorie der Umweltprämie werde in der zweiten Jahreshälfte "einem automobilen Alltag" weichen. Ein düsteres Bild zeichnet Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Vielen deutschen Autohändlern drohe nach dem Ende des Abwrackbooms das Aus. "Der Handel muss davon ausgehen, dass es nächstes Jahr Insolvenzen hageln wird", sagte er am Donnerstag. Er erwarte "desaströse Nachhall-Effekte", die Prämie habe "den Markt in Deutschland so durcheinandergebracht, dass weitere Abwrackprämien tödlich wären".
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Volumen wächst – CO2-Ausstoß geht zurück – Weniger Halterwechsel
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(Foto: Archiv/AHO-Montage)
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