Donnerstag, 24.05.2012
02.03.2010
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Februar-Neuzulassungen

Deutscher Automarkt taumelt in die Krise

Vorzieheffekte durch die Umweltprämie und der strenge Winter haben den deutschen Automarkt im Februar ausgeknockt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mitteilte, wurden im vergangenen Monat nur rund 194.846 Pkw neu angemeldet. Das entspreche einem Rückgang von 29,8 Prozent zum Vergleichsmonat 2009. Sogar der Vergleich zum Februar 2008 weise noch ein Minus von annähernd 15 Prozent aus, hieß es. Die Behörde bestätigte damit Angaben der Herstellerverbände VDIK und VDA vom Vormittag. "Im Februar 2010 fehlen die privaten Zulassungen, die im Vorjahresmonat im Rahmen der Umweltprämie für einen Boom sorgten", erklärte VDIK-Präsident Volker Lange in Bad Homburg. Das KBA führte aus, dass vor allem in der ersten Monatshälfte am Automarkt eine starke Zurückhaltung spürbar gewesen sei. Erst zum Monatsende hin hätten sich die täglichen Zulassungsraten insbesondere durch gewerbliche Fahrzeughalter (Februar-Anteil: 60 Prozent) deutlich belebt. Dennoch liege dieser Teilmarkt noch auf dem niedrigen Niveau des Vorjahreszeitraums, so der VDIK. Hier sei eine Zunahme erst mit einer stärker werdenden Konjunkturlage zu erwarten. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres schrumpfte der Neuwagenmarkt damit um rund ein Fünftel auf 376.035 Neuzulassungen. Kaum besser lief das Gebrauchtwagengeschäft: Hier schlägt ein kumuliertes Minus von 18,7 Prozent auf rund 825.875 Besitzumschreibungen zu Buche. Im Februar fiel der Rückgang mit 23 Prozent auf 413.852 Pkw-Halterwechsel besonders deutlich aus. Laut Flensburger Statistikern waren die Segmente Kleinstwagen und Kleinwagen, die in 2009 überproportional zunahmen, am stärksten unter Druck. Dementsprechend groß waren die Verluste der Spezialanbieter Smart (minus 40,6 Prozent), Daihatsu (minus 87,6 Prozent) und Suzuki (minus 70,1 Prozent). Eine kleine Aufwärtsbewegung beobachtete das KBA lediglich in der Oberen Mittelklasse (plus 3,3 Prozent). BMW hält deutsche Fahnen hoch Lediglich vier Marken wiesen im Februar steigende Neuzulassungen aus. Erfreulich aus deutscher Sicht: BMW verbesserte sich zusammen mit Mini um 6,9 Prozent. Auch Nissan (plus 45,5 Prozent) und die Schwestermarken Land Rover (plus 23,2 Prozent) sowie Jaguar (plus 1,4 Prozent) waren nach den schwachen Zulassungsergebnis zum Anfang des vergangenen Jahres wieder auf Wachstumskurs.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Klatsche für Toyota – Robuste Ausfuhren

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. März 2010 09:04
Thomas Meier meint:
Im Februar konnte man sicherlich noch nicht vom Boom reden, zumindest nicht bei den Zulassungen. Der Anteil von 60% in diesem Jahr stimmt nachdenklich. Auch hier ist nur ein Schub durch die Konjunktur zu erwarten.
Nur wo soll dieser herkommen? Im Gegenteil, auch die Unternehmen werden vorerst einen deutlichen Sparkuirs einschlagen, schließlich ist die weitere Entwicklung schwierig zu bewerten. Am Privatmarkt wird die Unsicherheit in diesme Jahr größer, Arbeitsplätze abgebaut und v.a. die Kurzarbeit wird auslaufen, was noch dramatische Auswirkungen haben kann.
Keine guten Rahmenbedingungen, um eine größere Anschaffung zu tätigen und schlechte Vorzeichen für die kommenden Monate im Autohandel.


03. März 2010 08:29
Martin Stangenberg meint:
Deutscher Automarkt taumelt in die Kriese? Das haben wir doch in den letzten Jahren schon des öfteren gehört. Überraschung? Nein!! Für Hersteller und Händler gab es genügend Zeit sich auf diese Situation einzustellen. Die Frage ist nur, ob dies auch ausreichend passiert ist. Bei welcher Zahl beginnt denn eigentlich die Kriese im Automarkt? Bei 3 Mio. Zulassungen? Nach Aktionen wie z.B."All Inclusive" sowie der Abwrackprämie wurden doch speziell Käufer, die nicht gerade über ausreichende finanzielle Mittel verfügten zum Kauf eines neuen Fahrzeuges bewegt. Mit anderen Worten: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Fahrzeugen wurde aufgrund der angebotenen attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten gekauft oder sagen wir lieber finanziert, obwohl dieser Kauf aus Kundensicht eigentlich erst viel später vorgesehen war (Vorziehkäufe). Ewig und immer kann man nicht Vorziehen. Irgendwann muß die Rechnung bezahlt werden (haben wir ja gerade mit den Imobilien in den USA erlebt). Allerdings wichtiger als die Zulassungszahl im Februar (das sind ja nur die abzuwickelnden Auftragseingänge aus der Vergangenheit)sind die geschriebenen Auftragseingänge im Februar. Hieraus kann man schon heute erkennen, wie die nächsten Monate dann bei den Zulassungen aussehen werden. Dies gilt zur Zeit allerdings nur für den deutschen Markt. Aus Herstellersicht läuft der Export besser als im vergangenen Jahr. Allerdings werden in diesen Ländern - wie bekannt - nicht unbedingt die gleich hohen Erträge erwirtschaftet wie in Deutschland.


02. März 2010 12:51
Ed Larvenstein meint:
Zulassungsboom im Februar 09 ??? da hat man ja auch gleich die ausrede für die nächsten Monate parat

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