Mittwoch, 23.05.2012
18.08.2008
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Nissan

Deutschland-Geschäft bereitet Ghosn Sorgen

Nissan-Chef Carlos Ghosn ist einem Zeitungsbericht zufolge mit der Geschäftsentwicklung des japanischen Autobauers in Deutschland unzufrieden und will Fortschritte sehen. Die deutschen Manager müssten den Marktanteil bis zum Jahr 2012 von aktuell 1,5 Prozent auf drei Prozent verdoppeln, schreibt das "Handelsblatt" (Montag) unter Berufung auf das Umfeld von Ghosn, der Nissan und den französischen Autokonzern Renault in Personalunion führt. Um dieses Wachstum zu erreichen, müsse Deutschland-Chef Andreas Gabriel den Neuaufbau seines Verkaufsnetzes schnell abschließen, heißt es in dem Bericht. Dazu fehlten ihm 120 Händler. In diesem und im nächsten Jahr wolle er jeweils 55 Verträge schließen. Aktuell verfüge Nissan über 400 Partner in Deutschland. Wie die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise schreibt, wollen die Japaner in Europa in den nächsten Jahren zudem zwei neue Modelle anbieten. Ein kompaktes Crossover-Fahrzeug werde als kleiner Bruder des Bestsellers Qashqai für rund 15.000 Euro erhältlich sein. Ein in Indien gebautes Billigauto, das nur etwa 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen soll, trete in der Preisklasse von 8.000 Euro an. Von jedem der beiden Modelle wolle Nissan mehr als 10.000 Stück in Deutschland verkaufen. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

20. August 2008 13:38
Albert Vetterl meint:
Wie schrieb Rainer Landwehr noch 2007: "Nicht Veränderungen, sondern Verbesserungen gestalten die Zukunft. Nach diesen Grundsatz haben wir unser Händlernetz um strukturiert."
Wo ist Landwehr? Wollte er nicht mit den Verbesserungen in die Zukunft? Wo steht Nissan heute? Manche begreifen oder lernen es nie. Schade um die Marke Nissan.


19. August 2008 16:31
Franki meint:
Da soll noch einer durchblicken: Herr Ghosn will mehr verkaufen, in Brühl verbietet man den Service-Partnern jeglichen Ansatz zur Vermittlung von Neuwagen, Tageszulassungen und Vorführwagen bei Androhung der fristlosen Kündigung sowohl des verkaufenden Händlers, als auch des Service-Partners, sendet den Service-Partnern aber Abrufscheine zu, mit dem Wunsch Neuwagen abzunehmen (wo soll man die dann abstellen, damit es nicht nach Vermittlung ausschaut?!)


19. August 2008 09:56
Sterni meint:
Selbst schuld! Wenn man ein gut funktionierendes Händlernetz ohne Not kündigt und langjährige Händler, die mit Herzblut die Marke in Deutschland seit teilweise über 30 Jahren vertreten haben, ausmustert, können die Verkaufszahlen nicht steigen. Die Arroganz eines Carlos Ghosn tut ein übriges.

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