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Den Einfluss von Kindern beim Autokauf untersuchte Julia Herwix in ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule Niederrhein.
Autokauf-Studie
Die Macht der Kleinen
Bei der Entscheidung über Marke, Modell und Ausstattung wird Kindern und Jugendlichen von den Eltern eine wachsende direkte und indirekte Mitsprache eingeräumt. Das fand die Diplom-Kauffrau Julia Herwix bei einer Untersuchung am "Kompetenzzentrum Frau und Auto" der Hochschule Niederrhein heraus. Eltern würden sich für diejenigen Autos entscheiden, in denen sich ihre Kinder wohl fühlen, so die junge Marktforscherin, die ihre Recherchen in ihrer Diplomarbeit zusammenfasste.
Denn obgleich die Zahl der Elternpaare in Deutschland in den nächsten Jahren sinkt, steigt die Pkw-Nachfrage von Eltern an, prognostiziert Doris Kortus-Schultes, Leiterin des Kompetenzzentrums. Beim Autohändler trete die Zielgruppe selten alleine auf, sondern werde in der Regel von einer zweiten Zielgruppe begleitet: den Kindern.
Deren Einfluss variiert laut Untersuchung mit dem Alter, wobei Sicherheit in jedem Alter die absolut größte Bedeutung hat. Bei den ein- bis siebenjährigen Kindern kommen funktionale Kindersitze, der unkomplizierte Transport des Kinderwagens und ausreichend Platz für Pampers, Babysachen und Spielzeug dazu. Kinder zwischen 8 und 13 Jahren schauen nach Unterhaltungselektronik und eigenen USB- und Radio-Anschlüssen für gemeinsame Langstreckenfahrten, während Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren sich meistens persönlich und ganz handfest in die Kaufverhandlungen einschalten.
Kind entscheidet sich für quietschgelbes Spaßmobil
Das bestätigen auch die Autoverkäufer, die von Herwix befragt wurden. Die Jugendlichen werden regelmäßig in das Beratungsgespräch einbezogen, den Älteren werden Probefahrten und Fahrtrainings angeboten, da sie das Auto in der Regel später auch mit nutzen. Zwar dürfen sie bei der Innenausstattung und der Option einer Klimaanlage mitentscheiden, nicht jedoch bei der Motorleistung und technischen Details.
Für den Verkauf eines Pkw könne es nur förderlich sein, wenn man die Kinder für sich gewinne, sagen die Verkäufer. Ein indirekter Einfluss werde ausgeübt, wenn sich Kinder für ein Modell ganz besonders interessierten, den Innenraum erkundeten und dann später begeistert den Eltern davon erzählten. Kinder entschieden generell auch beim Auto stark nach visuellen Eindrücken, wobei die Farbe besondere Bedeutung habe. Auch ganz junge Kinder können hier bereits einen direkten Einfluss auf den Autokauf nehmen, berichtete ein Verkäufer. Ein Elternpaar ließ seinem Dreikäsehoch völlig freie Hand bei der Farbwahl. Resultat: Ein quietschgelbes Spaßmobil. (ng)
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(Foto: Hochschule Niederrhein)
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