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Die Prüfdienste auf der IAA 2009: Christoph Diwo, technischer Leiter bei der KÜS, Rainer de Biasi, Geschäftsführer der GTÜ, Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender des TÜV Süd, und Dekra-Chef Klaus Schmidt (im Uhrzeigersinn).
Kurz gemeldet
Die Prüfdienste auf der IAA
Von Thomas Seidenstücker
AUTOHAUS-Redakteur Thomas Seidenstücker hat die Aussagen der Prüfdienste auf der IAA mitverfolgt: KÜS: Christoph Diwo, technischer Leiter bei der KÜS, berichtete unter anderem über ein neues Ärgernis bei der Begutachtung von Leuchtanlagen an Kraftfahrzeugen. Demnach bieten nachgerüstete Tagfahrleuchten ein neues Betätigungsfeld für Hobbytuner, die hier ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen. So stimmen häufig weder Anbaupositionen noch das vorgesehene Schaltungsschema, teilweise sind die Leuchten selbst komplett unzulässig. Zudem registrieren die Prüfingenieure der KÜS bei der GWP (Gasanlagen Wiederholungs Prüfung) verstärkt Mängel an Autogasanlagen. In Zahlen ausgedrückt: Bei rund 7.000 GWP der KÜS wurden 1.342 mit erheblichen Mängeln diagnostiziert – das entspricht einer Quote von ca. 19 Prozent! Undichte Leitungen und zu sorglose Befestigungen bilden das größte Ärgernis. Diwo: "Wir empfehlen den Kunden, die Hände von Billigstangeboten zu lassen und nur qualifizierte und anerkannte Betriebe mit der Umrüstung zu beauftragen." GTÜ: Rainer de Biasi, Geschäftsführer der GTÜ, hatte erneut Grund zur Freude, denn mit einem Wachstum von zwei Prozent im ersten Halbjahr 2009 konnte man den eigenen Marktanteil bei den durchgeführten Hauptuntersuchungen (trotz leicht rückläufigem Gesamtmarkt) auf nunmehr 13,6 Prozent ausbauen. Positiv sah die GTÜ zur IAA in Frankfurt zudem die Auswirkungen der Abwrackprämie. Denn mit den zwei Millionen Altfahrzeugen seien auch rund 4,5 Millionen Mängel von deutschen Straßen verschwunden. Experten gehen nun davon aus, dass in der Folge die Zahl der Unfälle und Verkehrsopfer weiter sinkt. Traditionell zur IAA wird auch stets der umfangreiche Gebrauchtwagenreport von GTÜ und Auto Zeitung vorgestellt. Rund 5,4 Millionen HUs der GTÜ wurden dafür ausgewertet, 210 Fahrzeugmodellen wurde intensiv auf den Zahn gefühlt. Ergebnis: In der Kleinwagen- und Kompaktklasse sind die japanischen Hersteller mit dem Nissan Note und dem Toyota Prius ganz vorne. In der Mittelklasse gewinnt der Saab 9-3 vor dem Jaguar X-Type und in der Oberklasse gewinnt der VW Phaeton vor dem BMW 7er und Audi A6.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: TÜV Süd und Dekra
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