Mittwoch, 23.05.2012
10.07.2009
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Hintergrund

Die wichtigsten Fakten zu "New GM"

Mehr als 100 Jahre nach seiner Gründung schlägt für General Motors erneut die Stunde Null. Nach Abschluss des Gläubigerverfahrens will sich der jahrzehntelang weltgrößte Hersteller gesundschrumpfen. Der "neue" GM-Konzern im Überblick: EIGENTÜMER: Die USA und Kanada halten zusammen vorerst 72,5 Prozent (USA 60,8 Prozent; Kanada 11,7 Prozent). Im Gegenzug fließen zur Sanierung weit mehr als 50 Milliarden Dollar an Steuergeldern in das Unternehmen. Die Autogewerkschaft UAW hält zunächst 17,5 Prozent für Zugeständnisse bei der Krankenversicherung der Betriebsrentner am neuen Konzern. Die übrigen zehn Prozent gehören Gläubigern für einen Verzicht auf 27 Milliarden Dollar an Schulden. MARKEN: Es soll nur noch vier US-Marken geben: GMC, Chevrolet, Cadillac, Buick. Pontiac soll sterben. Der Geländewagenbauer Hummer und die US-Marke Saturn stehen ebenso wie die schwedische Saab zum Verkauf. Den Anteil an der bisherigen Tochter Opel reduziert GM auf 35 Prozent. US-HÄNDLER: Etwa 2.400 der 6.000 Filialen fallen weg (minus 40 Prozent). JOBS UND WERKE: Mehr als ein Dutzend US-Fabriken werden geschlossen. Zuletzt gab es 46 US-Werke, davon 15 Endfertigungen. Zehntausende Jobs sollen wegfallen. In den USA gibt es noch 88.000 Beschäftigte; bis Jahresende nur noch 68.500; zum Vergleich: Vor 20 Jahren gab es 538.000 US-Mitarbeiter; weltweit im "alten" GM-Konzern zuletzt 235 000 Jobs. KOSTEN: Der amerikanische Staat springt mit weiteren rund 30 Milliarden Dollar ein, um die Insolvenz zu finanzieren, Kanada ist mit knapp zehn Milliarden dabei. Fast 20 Milliarden Dollar hat die US- Regierung schon in GM gepumpt. SCHULDEN: Rund 48 Milliarden Dollar laut Insolvenzgericht. VERLUST: 2008 fuhr der Autoriese einen Fehlbetrag von 30,9 Milliarden Dollar ein; seit 2005 summierten sich die Verluste auf insgesamt 88 Milliarden Dollar. Auch im ersten Quartal 2009 musste der "alte" GM-Konzern ein Minus von sechs Milliarden Dollar hinnehmen. Die neue Gesellschaft rechnet für dieses und nächstes Jahr mit weiteren Milliardenlöchern – erst für 2011 wird ein Gewinn vor Steuern und Zinslasten erwartet. ABSATZ: Der US-Absatz sank 2008 um 23 Prozent auf drei Millionen Autos; im Juni 2009 verbuchte GM auf seinem Heimatmarkt sogar ein Minus 34 Prozent.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die wichtigsten Etappen in der GM-Geschichte

 

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