Mittwoch, 01.09.2010
05.02.2010
Politik
Ex-Opel-Treuhänder Dirk Pfeil
Ex-Opel-Treuhänder Dirk Pfeil

Dirk Pfeil für Werksschließungen bei Opel

Der Ex-Treuhänder von Opel, Dirk Pfeil, hat sich erneut für Werksschließungen und einen drastischen Stellenabbau bei dem kriselnden Autohersteller ausgesprochen. Er sei "verwundert" über die neuerliche Aufregung zur geplanten Schließung des Werkes in Antwerpen, sagte der FDP-Politiker dem Südwestrundfunk (SWR) in Berlin. Betriebswirtschaftlich wäre es auch geboten, das Werk in Eisenach zu schließen, sagte der hauptberufliche Wirtschaftsanwalt und Insolvenzverwalter. Wenn die Kapazitäten zu groß seien, dann wäre über Eisenach deshalb nachzudenken, weil es kein klassisches Werk mit einem gewachsenen Produktionsverbund sei. Pfeil forderte die Beteiligten auf, eine zügige Lösung anzustreben, um eine Insolvenz von Opel zu vermeiden. Diese löse nämlich zunächst nicht das Problem der zu hohen Personalkosten bei der Tochtergesellschaft des US-Herstellers General Motors. Bei neuen Opel-Anträgen auf staatliche Garantien oder Zuschüsse müssten Banken und EU-Kommission detailliert in den Sanierungsplan eingebunden werden, mahnte der frühere Vertreter der Bundesländer in der zwischenzeitlich wieder aufgelösten Opel-Treuhand. Die Banken müssten selbst bei einer 90-prozentigen Staatsbürgschaft rund 300 Millionen Euro eigenes Risiko übernehmen, was bei dem hohen Ausfallrisiko zu Bedenken der Finanzaufsicht führen könne. General Motors will auch nach dem geplatzten Magna-Sanierungskonzept europaweit bei Ländern mit Opel-Standorten insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro öffentliche Hilfen einsammeln. Zu den Ländern gehören neben Deutschland auch Spanien, Großbritannien, Polen und Österreich. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. Februar 2010 17:30
Dieter M. Hölzel meint:
Dieser FDP - Mann wird schon wissen warum er sagt was er sagt. Das einzige Vokabular solcher Leute, abwickeln. Was OPEL an GM all´ die
Jahre bezahlt hat wird erst gar nicht mehr diskutiert, denn dann wäre
ja klar, dass OPEL ein eigentlich gesundes Unternehmen war. Dies gilt es wieder herzustellen, GM hat dazu ein gerüttelt Maß beizutragen,
Frau Kanzlerin fahren Sie doch mal zu Obama. Stellen Sie doch diese so
oft beschworene Freundschaft auf die Probe,wo es um tausende Menschen
und deren Familien geht. Oder einigen Sie sich schneller wenn es um
Kriegsführung mit deutschen Soldaten am Hindukusch geht ?


08. Februar 2010 12:13
Jörg-Uwe Banach meint:
Herr Schuler, das würde voraussetzen, dass Herr Prof. D. ausnahmsweise mal mit einer Annahme oder Schätzung richtig liegt...


08. Februar 2010 10:06
Karl Schuler meint:
Aus der Frankfurter Rundschau, Wirtschaftsteil, vom Freitag,
6. Mai 2005, also vor fast fünf Jahren:

"Bei den Jobs ist der Zenit erreicht" - mit derzeit rund 770.000 in den deutschen Autowerken und bei den Zulieferern. In 20 Jahren werden es nur noch 600.000 sein, schätzt Dudenhöffer.

Die Einschätzung von Herrn Pfeil ist also genau richtig!

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