Donnerstag, 24.05.2012
15.07.2008
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Milliardenverluste

Drastischer Sparkurs bei General Motors

Der seit Jahren mit Milliardenverlusten kämpfende US-Autobauer General Motors (GM) zieht die Notbremse und weitet den Stellenabbau sowie sein Sparprogramm nochmals massiv aus. Die neuen Kürzungen von rund 10 Milliarden Dollar sollen - zusammen mit dem Verkauf von Konzernteilen und der Streichung der Dividende - den Opel-Mutterkonzern vor der Pleite bewahren. Für das eben beendete zweite Quartal sei erneut ein "signifikantes Minus" zu erwarten, warnte Konzernchef Rick Wagoner am Dienstag vor Beschäftigten in Detroit. Das Europageschäft und die deutsche Tochter Opel sind von den neuen Sparplänen ausgenommen. "Das Modellprogramm von Opel wird von den heutigen Entscheidungen nicht betroffen", sagte ein GM-Sprecher in Rüsselsheim. Der Jobabbau trifft diesmal die Angestellten in Verwaltung und Management in Nordamerika. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen sollen rund 1.000 der noch rund 32.000 Angestellten-Jobs in den USA wegfallen. GM will so und mit Kürzungen etwa bei Gesundheitskosten rund 20 Prozent der Ausgaben bei Angestellten sparen. Durch den Verkauf von Konzernteilen und über den Finanzmarkt sollen zudem bis zu 7 Milliarden Dollar hereinkommen. Barmittel verringern sich um drei Milliarden Dollar pro Quartal Die Maßnahmen sollen die Barmittel von GM bis Ende 2009 um 15 Milliarden Dollar (9,4 Mrd Euro) erhöhen, sagte Wagoner. GM leidet auf dem Heimatmarkt wie die kleineren US-Konkurrenten Ford und Chrysler schwer unter den hohen Spritpreisen, einer verfehlten Modellpolitik und massiv sinkenden Absatzzahlen. Bei der Produktion der immer weniger gefragten Geländewagen tritt GM nochmals scharf auf die Bremse und will bis Ende nächsten Jahres 300.000 weniger schwere Wagen bauen als bisher geplant. Die Marke Hummer steht zum Verkauf. Auch über die schwedische Tochter Saab wird immer wieder als Verkaufskandidat unter den acht Marken des Konzerns spekuliert. Die Barmittel des Konzerns verringern sich laut Analysten derzeit pro Quartal um etwa drei Milliarden Dollar. GM hatte zuletzt mehrfach Spekulationen über eine drohende Pleite dementieren müssen. Bis Ende dieses Jahres sei die Zahlungsfähigkeit klar gesichert, betonte Wagoner. GM will ab 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Aktie auf niedrigstem Stand seit 50 Jahren

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

16. Juli 2008 09:06
R. Schultz meint:
Ich bin Verkäufer bei Opel und lese jeden Tag nur noch Hiobsbotschaften vom Mutterkonzern. Unsere Produkte sind gut, sogar sehr gut, wir leiden aber unter der schlechten Presse aus den USA, denn wann haben wir das letzte Mal etwas Positives von GM gehört? Verluste, Verluste und Stellenabbau, aber vor allem die verfehlte Modellpolitik bringen den Konzern in die Kritik. Auch Opel hat in vielen Fällen Fehler in der Modellpolitik gemacht. Wir bessern uns.
Was geschieht mit Opel, falls GM "baden" geht?

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