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Hoffnung für einen der ältesten BMW-Verträgshänder: Automag Buchner+Linse in München.
Investorensuche
Drei Interessenten für Automag
von Ralf Padrtka
Hoffnung für die insolvente Automag Buchner + Linse GmbH: Die Suche nach einem Investor für den Münchner BMW-Traditionshändler ist auf der Zielgeraden. "Derzeit gibt es drei Interessenten", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Josef Nachmann am Donnerstag im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Dabei handle es sich um überregional tätige Händler, die nicht nur die weiß-blaue Marke vertreten würden. Wegen der wirtschaftlichen Lage gestalteten sich die Verhandlungen aber komplex. Dies betreffe vor allem die Höhe der Fixkosten. Größtes Problem sei dabei die monatliche finanzielle Belastung für den repräsentativen Hauptsitz in der Landsberger Straße. Nachmann ist optimistisch, dass noch im April die Wahl auf eines der drei vorgelegten Erwerbermodelle fallen wird. "Wir versuchen das Beste für die Mitarbeiter und Standorte herauszuholen", sagte der Jurist. Dennoch sei mit einem "gewissen Personalabbau" zu rechnen. "Bis zu 50 der rund 200 Arbeitsplätze könnten künftig wegfallen", so der Jurist. Er will den Beschäftigten den Wechsel in eine Transfergesellschaft vorschlagen. Dafür gebe es noch keine Zustimmung, auch sei die Finanzierung nicht gesichert. Auch diesbezüglich hofft der Rechtsanwalt auf eine Entscheidung bis Ende des Monats. Von Kundenzurückhaltung ist laut Nachmann an den drei BMW-Standorten in München und Fürstenfeldbruck aktuell kaum etwas zu spüren. Der Neuwagenverkauf laufe relativ normal, die Servicemannschaft sei "mehr als ausgelastet". Den Mitarbeitern bescheinigte Nachmann weiterhin eine hohe Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen. Renault-Sparte wird aufgegeben Diese dürfte den 38 Mitarbeitern des Renault/Dacia-Ablegers der Buchner + Linse Gruppe mittlerweile fehlen. Die BX Vertriebs GmbH in der Landsberger Straße 170 stelle in Kürze den Betrieb ein, erklärte Nachmann, der auch dort als Insolvenzverwalter eingesetzt ist. Das Amtsgericht München hatte für das Autohaus erst am 31. März die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Automag stellte bereits am 27. Februar in München wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag (wir berichteten). Als Auslöser für die Liquiditätsprobleme wurden damals die allgemein schlechte Marktsituation, hohe Kosten bei der Rücknahme von Leasingfahrzeugen und der insbesondere im Großraum München festzustellende Margendruck genannt. Das Unternehmen kann auf eine nahezu neunzigjährige Autohandels-Geschichte zurückzublicken und gilt als einer der ältesten BMW-Vertragshändler.
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(Foto: Buchner+Linse GmbH )
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