Donnerstag, 24.05.2012
03.02.2010
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10. Car-Symposium

Dudenhöffer lockt fast 1.000 Besucher

Der umstrittene Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hat auch in diesem Jahr die Branche mobilisiert. Zum diesjährigen Car-Symposium am 2. und 3. Februar kamen fast 1.000 Fachbesucher nach Bochum. 2009 waren es noch rund 850 gewesen. Dudenhöffer sagte auf dem Kongress, auf die deutsche Autoindustrie komme eine Entlassungswelle zu. In den kommenden fünf bis zehn Jahren müsse die Branche ihre Überkapazitäten deutlich abbauen. Dadurch müssten hierzulande bis zu 50.000 der derzeit noch rund 700.000 Arbeitsplätze bei Automobilherstellern und Zulieferern wegfallen. "Die Kapazitäten sitzen dort, wo wir sie nicht brauchen", sagte Dudenhöffer. Im vergangenen Jahr war er wegen der Wirtschaftskrise noch von bis zu 100.000 gefährdeten Arbeitsplätze in den kommenen fünf bis sechs Jahren ausgegangen. Ähnlich wie andere Experten prognostizierte Dudenhöffer für das laufende Jahr einen dramatischen Einbruch des Automobilabsatzes in Deutschland. Hintergrund des erwarteten Rückgangs um knapp 26 Prozent oder fast eine Million Fahrzeuge auf 2,83 Millionen verkaufte Neuwagen sei vor allem der im vergangenen Jahr ausgelöste Boom durch die Abwrackprämie, sagte Dudenhöffer. Die Automobilverbände VDA und VDIK hatten einen ähnlichen Inlandsabsatz vorhergesagt. In Europa rechnet Dudenhöffer mit dem Abbau von Produktionskapazitäten für bis zu zwei Millionen Fahrzeuge. Weltautomarkt wächst Weltweit werde in diesem Jahr der um 4,1 Prozent auf 55,1 Millionen Fahrzeuge steigen. Mit einem Anstieg der weltweiten Automobilnachfrage sei künftig vor allem in Asien und Russland zu rechnen, sagte er. Nach einem Tiefpunkt der weltweiten Verkäufe im Jahr 2009 mit knapp 53 Millionen werde bis zum Jahr 2015 mit einem deutlich Anstieg auf rund 67 Millionen verkaufte Fahrzeuge gerechnet. (dpa/se)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

06. Februar 2010 00:14
Eugen Thoma meint:
Soso, jetzt hat es in Deutschland nur noch 50'000 Mitarbeiter zuviel bei den Herstellern und Zulieferanten. Sind das jetzt Mitarbeiter in der Produktion, im Versuch oder in Forschung und Entwicklung? Wieviele Leute müssen denn eigentlich für die Elektro-Auto-ENTWICKLUNG (nicht Forschung) neu eingestellt werden? Von Brasilien bbzw. Südamerika scheint der Herr Professor Dünnschiss noch nie gehört zu haben, Wachstum in Russland und Asien, in Russland vor oder hinter dem Ural?
Der soll doch bitte in die Politik gehen, dort hat er genug Kollegen, die wie er 30 Minuten lang reden, ohne etwas zu sagen!
Kapazitätenabbau um zwei Millionen Fahrzeuge in Europa, ja wo denn? Abbau der Maschinenlaufstunden oder Schliessung alter Werke, weil ein Neubau günstiger kommt als die alte Fabrik umbauen? Selbstverständlich ein Neubau im Billiglohnland, weil die Transportkosten inskünftig ja nicht ansteigen werden...


04. Februar 2010 17:25
Markus Gock meint:
Immerhin wird der nette Herr Professor jetzt schon als umstritten bezeichnet.............


04. Februar 2010 12:42
Jörg-Uwe Banach meint:
"Dudenhöffer lockt fast 1.000 Besucher" - Bild-Reporter, RTL-Reporter und dergleichen lechzen nach gesundem Halbwissen und Berichten für ihre sensationsgeilen LeserInnen und ZuschauerInnen... *gähn*

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