Donnerstag, 24.05.2012
17.11.2008
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Experte

Dudenhöffer sieht Rettungsmöglichkeit bei Opel-Verkauf

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht eine Rettungsmöglichkeit für Opel, wenn der US-Mutterkonzern General Motors GM und die europäische Tochter Staatshilfen bekommen und Opel verkauft wird. Der schwedische Verlustbringer SAAB müsse dabei aus dem GM-Europe-Verbund herausgelöst oder geschlossen werden. "Eine Rettung von Opel wäre aber eine Herkules-Aufgabe, weil es hohe Risiken birgt", sagte Dudenhöffer am Montag in Duisburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse vor der Gewährung von Staatshilfen bei Opel einen vollständigen Einblick bekommen, fordert Dudenhöffer. Wenn es in den USA ein Staatsprogramm gebe, könne das auch in Deutschland aufgestellt werden. "Im Zweifelsfall für Opel", sagte der Autoexperte von der Universität Duisburg-Essen. Es müsse aber gewährleistet sein, dass dann kein Geld zur Muttergesellschaft in die USA abfließe. GM muss nach Dudenhöffers Ansicht entflochten und die Führung ausgetauscht werden. "Es ist aber schwer, sich einen Käufer vorzustellen", sagte Dudenhöffer. GM Europe habe viele Jahre Verluste ausgewiesen. Außerdem stimme derzeit die Produktions- und Verkaufsstruktur nicht. Der neue Opel Insignia sei zwar ein gutes Modell. Es hätte aber eher die Entwicklung des Astra-Nachfolgers vorgezogen werden müssen, wie das VW beim Konkurrenzmodell Golf gemacht habe, sagte Dudenhöffer. Weitere Mängel seien die zu großen Werkskapazitäten, der geringe Absatz an Privatkunden und der hohe Anteil an Kleinwagen. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

20. November 2008 17:30
Konrad Kohlgraf meint:
Sorry, aber mittlerweile scheint es so, dass wir einen Streit der Professoren mit wenig kontruktivem Tiefgang aber umso mehr Populismus vorliegen haben.
Ich sag's mit Mark Twain: die Vorurteile der Professoren nennt man Theorien
und mit einer uralten Frage:
Was ist der Unterschied zwischen einem Kritiker und einem Eunuchen?
Da gibt's keinen. Beide wissen genau, wie man es machen muss, können's aber nicht!


19. November 2008 10:41
Dr. Dieter Becker meint:
Eigentlich wäre es müsig sich über Theorie zu unterhalten.
Heute - unter den neuen Bedngungen des Autohandels - zählen "Experten" zu einer "vergreisenden Gattung". Das, was wir gelernt haben mit Marketing, Bilanzwesen oder Verkaufsprozessen funktioniert nur noch in Theorie und alten Lehrbüchern. Die Autohandelswelt ist eine andere geworden. Das Alte vergreist und wir schleppen es als Balast mit uns herum. Wir optimieren den Vergaser (bildlich gesprochen) obgleich keine Vergaser mehr gibt.
Die Aufgabe ist nun, die neue Autowelt in ihrer komplexen Situation neu zu denken und mit neuen "Versuchen" uns an Kunden und Markt heranzutasten. Dass die zeit eigentlich dafür nicht da ist, dürfte klar sein. Aber die neue automobile Welt wird uns dazu verdammen, es zu lernen. Ich beschäftige mich gerade mit dieser Fragestellung in einer grundlegenden Studie: "Vergreisungen im Autohandel - und wie man ihnen begegnet" ab Januar 2009 erhältlich.


19. November 2008 09:35
kwmobil meint:
Hallo Herr Dudenhöffer,
sich hinstellen und wie Ihr Weggefährte Herr Reimer meint sind Sie "... in seiner heutigen Tätigkeit kann und wird er sein Fachwissen" (???) "mit allen seinen Erfahrungen besser umsetzten können. Er hat als Berater ("z.B. der Bundesregierung"!)mit seiner heutigen Distanz" (???) "zu den Automobilhersteller und den Autohäuser einen besseren Blickwinkel und ist von ihnen unabhängig! "

SORRY, aber ich bezweifle diese Aussage! Ist unsere Situation im Autohandel nicht das Ergebnis seiner Arbeit bzw. Vorträge? Leider gibt es zu viele Menschen, die Herrn Dudenhöffer Gehör schenken und noch schlimmer Sie glauben das auch noch!!!! Es vergeht, seit seinen geforderten 20% Rabatt, kaum eine Stunde am Tag in der kein Kunde rein kommt und diese 20% Rabatt verlangt, egal wie gut das Produkt auch ist! DANKE Herr Dudenhöffer!

Das die Neuwagen vom Hersteller aus bereits zu teuer sind, das wissen wir doch alle! DEUTLICHE SENKUNG der UPE das ist doch der richtigere Weg! Wir haben doch nicht wirklich für einen normal ausgestatteten Mittelklassewagen 40000DM ausgegeben???

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