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Ed Whitacre gibt Ruder ab
Nach einem guten halben Jahr hört Ed Whitacre als Konzernchef von General Motors auf. Er übergebe den Posten zum 1. September an das Verwaltungsratsmitglied Daniel Akerson, kündigte der 68-Jährige am Donnerstag überraschend an. Bis zum Ende des Jahres wird er noch dem Verwaltungsrat vorstehen und damit die Geschicke des Unternehmens überwachen.
"Der Zeitpunkt für mich, zurückzutreten, ist goldrichtig", sagte Whitacre. Er hatte Ende vergangenen Jahres Fritz Henderson entmachtet und schaffte es binnen weniger Monate, GM nach der Beinahepleite Mitte 2009 wieder auf Kurs zu bringen. Im ersten Halbjahr verdiente das über Jahre verlustreiche Unternehmen unterm Strich schon wieder 2,2 Milliarden Dollar. Nun steht die Rückkehr an die Börse an.
"Der Übergang wird absolut geräuschlos verlaufen", sagte Whitacre. Nachfolger Akerson (61) sitzt erst seit vergangenem Sommer im Verwaltungsrat. "Ich habe mich schnell mit der Autobranche angefreundet." Bis dato hatte er sein Berufsleben in der Finanzwirtschaft und – wie Whitacre – in der Telekombranche verbracht. Er machte klar, dass er den Kurs seines Vorgängers beibehalten wird: "Wir teilen die gleichen Auffassungen."
Der ehemalige AT&T-Chef Whitacre hatte die Rolle des Konzernchefs von Beginn an nur befristet übernommen. Er stampfte mehrere unrentable US-Marken ein, verkaufte die schwedische Tochter Saab und fährt bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall einen Sanierungskurs. Mittlerweile steht GM nach Meinung von Experten wieder auf einem soliden Fundament.
Der neue Konzernlenker Akerson soll den Konzern nun auf den Börsengang vorbereiten, der ab Herbst ansteht. Er dürfte dafür der richtige Mann sein: Der Manager ist ein Veteran der Beteiligungsbranche und arbeitete lange bei der Carlyle Group. Davor war er bei mehreren Telekomfirmen wie MCI und Nextel, die beide mittlerweile zu größeren Konzernen gehören.
"Die größte Umwälzung bin ich"
Akerson will nun erstmal Ruhe ins Unternehmen reinbringen. "Die größte Umwälzung im Management bin ich", sagte er. Whitacre hatte das Führungsteam mehrmals umbesetzt, als es in einigen Märkten nicht wie erhofft lief. Mittlerweile ist GM vor allem in den USA und Asien höchst erfolgreich. Dort boomen die Autoverkäufe. Dagegen musste der Konzern in Europa bis zuletzt draufzahlen. (dpa)
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(Foto: General Motors)
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