Donnerstag, 24.05.2012
12.03.2009
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Autoindustrie

EIB gibt Milliarden-Finanzspritze frei

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat für die Autoindustrie Finanzhilfen in Höhe von drei Milliarden Euro freigegeben. Wie die Bank mit Sitz in Luxemburg am Donnerstag auf ihrem Jahrestreffen in Barcelona mitteilte, sollen die Kredithilfen in die Entwicklung benzinsparender und abgasarmer Motoren fließen. Für April und Mai sei die Bewilligung weiterer Hilfen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro geplant. Die jetzt genehmigten Kredite sollen nach Angaben der EIB Autoherstellern wie BMW, Daimler, Fiat, PSA Peugeot-Citroën, Renault, Volvo Cars, Scania und Volvo Trucks zugutekommen. Die Bank beweise mit den Hilfen ihre Entschlossenheit, die Autoindustrie bei der Einhaltung der strengen Umweltgesetze zu unterstützen und zugleich die Wiederbelebung der Wirtschaft zu fördern, sagte EIB-Präsident Philippe Maystadt. Die EIB will der Autobranche bis zum Juni insgesamt sieben Milliarden Euro Kredithilfen genehmigen (wir berichteten). Die Obergrenze je Unternehmen für einen EIB-Kredit liegt bei 400 Millionen Euro im Jahr. In Deutschland hatte die EIB im Januar mit Volkswagen ein 400-Millionen-Euro-Darlehen unterzeichnet. Schweden bürgt für Volvo In Schweden kommt nach Angaben der Stockholmer Regierung Volvo als erster Hersteller zum Zug. Die EIB habe einem Kreditantrag von Volvo über fünf Milliarden Kronen (445 Millionen Euro) zugestimmt, sagte Schwedens Handelsministerin Ewa Björling der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag). Die schwedische Regierung will demnach für 90 Prozent des Kredits bürgen. Anders als im Falle des Ford-Tochterunternehmens Volvo lehnt die Regierung in Stockholm Staatshilfe für den insolventen Autobauer Saab ab, der zum US-Konzern General Motors (GM) gehört. "Bisher haben wir von Saab keinen Vorschlag gesehen, der uns so aussichtsreich erscheint, dass wir ihn unterstützen könnten", sagte Björling. Sie begrüße den Vorschlag von EU-Industriekommissar Günter Verheugen für ein Treffen aller Länder mit GM-Tochterunternehmen. "Wir müssen zu einer gemeinsamen Position finden und GM in die Pflicht nehmen." (dpa)

 
 
 
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