Donnerstag, 24.05.2012
27.08.2009
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Abwrackprämie

Endrallye nimmt weiter Fahrt auf

Der Eingang von Anträgen auf Umweltprämie hat sich in dieser Woche weiter beschleunigt. Wie aus Zahlen des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervorgeht, laufen bei der Behörde derzeit durchschnittlich etwa 15.000 Anträge pro Werktag auf. In der vergangenen Woche lag der Tagesschnitt bei rund 11.000, davor bei nur rund 9.000 Anträgen. Wird dieses Tempo beibehalten, könnte der Geldtopf für die staatliche Neuwagen-Förderung bereits in rund sechs Tagen leer sein. Am Donnerstagnachmittag konnten laut BAFA nur noch knapp 95.000 Neuwagenkäufe mit jeweils 2.500 Euro subventioniert werden. Nach bisherigen Angaben will das Amt die staatliche Förderung taggenau auslaufen lassen. Die Eschborner Behörde plant eine Art Warteliste zu führen, wenn die Zahl der verfügbaren rund zwei Millionen Anträge überschritten ist. Erfahrungsgemäß würden nicht alle Prämien abgerufen, hieß es am Donnerstag. Das Deutsche Kfz-Gewerbe hatte zuletzt gefordert, eine Stichtagsregelung einzuführen, um eine Verunsicherung bei den Verbrauchern zu vermeiden (wir berichteten). Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war die Abwrackprämie im ersten Halbjahr 2009 eine große Stütze für den privaten Konsum in Deutschland. Die Bundesbürger gaben in den ersten sechs Monaten für den Autokauf rund 36 Milliarden Euro und damit 23 Prozent mehr aus als vor einem Jahr. Der gesamte private Konsum steigerte sich um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008, wie das Amt am Donnerstag mitteilte. Ohne die Auto-Subvention wäre er um ein Prozent gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Auswirkung der Abwrackprämie blieb damit aber geringer als beispielsweise 2006, als die Bürger wegen der bevorstehenden Erhöhung der Mehrwertsteuer größere Anschaffungen nicht nur von Autos vorzogen. Der gesamte Konsum stieg damals um 2,3 Prozent. Für neue Autos wurde 7,8 Prozent mehr ausgegeben. In den darauf folgenden Jahren 2007 und 2008 gingen die Summen um 8,8 bzw. 3,9 Prozent zurück.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Keine einseitige Subventionierung – Prämie rettet 200.000 Jobs

 
 
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