Die EU-Kommission will voraussichtlich an diesem Mittwoch (23. Juli) über die geplante Mehrheitsübernahme des Sportwagenbauers Porsche bei Volkswagen entscheiden. Grünes Licht von den Wettbewerbshütern wäre für die Stuttgarter ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten Machtübernahme bei Europas größtem Autobauer. Die offenen Fragen über die tatsächliche Verteilung der Macht im künftigen Porsche/VW-Konzern werden mit der Entscheidung der Kartellbehörde allerdings nicht gelöst. Die Brüsseler Behörde prüft, ob aus ihrer Sicht die neue Porsche Holding in bestimmten Märkten eine beherrschende Stellung einnehmen würde. Porsche hält derzeit knapp 31 Prozent an VW und will seinen Anteil noch in diesem Jahr auf mehr als 50 Prozent ausbauen. hatte zuletzt angekündigt, bis spätestens 2. September den Anteil an VW zunächst auf 36 Prozent aufzustocken (wir berichteten). Neben der EU-Kommission müssen weltweit mehr als 20 Kartellbehörden diesem Vorhaben zustimmen. Der Sportwagenbauer rechnet damit, bis Oktober alle Genehmigungen zu bekommen. Die drängenden Fragen über die künftige Machtverteilung bleiben jedoch zunächst weiter offen. Streitpunkte sind vor allem die Mitbestimmung in der Porsche Holding und die künftige Rolle des Landes Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär. Weiterer Zankapfel ist die von der Bundesregierung geplante Neuauflage des VW-Gesetzes. (dpa/tk)
Porsche-Mehrheitsübernahme bei VW: Entscheidung der EU-Kommission naht
Die Wettbewerbshüter wollen am kommenden Mittwoch über die geplante Mehrheitsübernahme des Sportwagenbauers entscheiden. Eine Zusage wäre für die Stuttgarter ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Machtübernahme.