Donnerstag, 24.05.2012
20.01.2012
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GVA

Ersatzteilhändler kritisieren Autokonzerne

Unabhängige Händler von Auto-Ersatzteilen sehen sich massiv durch die großen Autobauer behindert. Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) wirft den Konzernen vor, bewusst Daten zu Ersatzteilen zurückzuhalten, damit Autofahrer auf die teureren Markenteile zurückgreifen müssten. Deshalb habe man beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg exemplarisch Beschwerde gegen BMW eingereicht, bestätigte GVA-Präsident Hartmut Röhl am Freitag einen Bericht der "Financial Times Deutschland". Das Problem betreffe aber auch andere Autobauer.

BMW wollte sich zu der Beschwerde des Verbandes am Freitag nicht äußern. Bisher sei dem Konzern der Inhalt der Beschwerde nicht bekannt, sagte eine Sprecherin. Grundsätzlich stelle BMW aber technische Informationen entsprechend der geltenden Gesetze auch unabhängigen Marktteilnehmern zur Verfügung.

Röhl forderte: "Verbraucher dürfen nicht zu Gefangenen der Autohersteller werden." Außerdem sieht der Verbandspräsident Verstöße gegen die seit 2009 geltende Euro-5-Abgasnorm. "Damit Fahrzeuge die Grenzwerte einhalten können, müssen sie flächendeckend gewartet werden können", sagte Röhl. Dies sei derzeit nicht uneingeschränkt möglich, obwohl es eine Bedingung für die Zulassung von Autotypen sei. Eine Gruppe von Mitgliedern des GVA mit Sitz in Ratingen bei Düsseldorf hatte rund 35 Fahrzeugmarken mit der Kritik angeschrieben, wie Röhl erläuterte. "Die Antworten waren ablehnend", sagte er. Besonders die Reaktion von BMW sei hervorgestochen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist nach Angaben eines Sprechers allerdings nicht zuständig. Bei der Beschwerde gehe es um ein Abgassystem, das nicht vom KBA, sondern von einer Behörde in Irland für die gesamte EU genehmigt worden sei. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. Januar 2012 13:11
K. Wempe meint:
Wenn ich heute für meine Markenküche, mein Hülsta Möbel oder meine BOSCH Waschmaschine etwas benötige, dann bekomme ich es ausschließlich im Fachhandel. Da hilft kein Industrieunternehmen den Drittanbietern. Das ist in unserer Branche einmalig.

Es sollte mal jemand probieren, ein Apple Produkt oder eine Cola Flasche als Identprodukt auf den Markt zu bringen oder technische Hilfe einzufordern. Die lachen sich tot und klagen dich in Grund und Boden.

Sicherlich wird in der Industrie (manchmal auch zu) viel Geld verdient. Aber was die EU den Rechteinhabern hier vor die Füße schmeißt ist schlichtweg ein Skandal. Denn eigentlich ist der GVA doch nur ein Trittbrettfahrer. Die Kosten für Entwicklung und Vermartung des Primärproduktes zahlt er sicherlich nicht mit. Zum Glück ist der Designschutz in Deutschland noch nicht gekippt.

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