Mittwoch, 23.05.2012
02.07.2010
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ARGE Innovation Group

Erste Entscheidungen sind gefallen

Der Juli wird für den Stuttgarter Schadensteuerer Innovation Group, die Vertreter der "Arbeitsgemeinschaft Innovation Group Partnerwerkstätten", kurz ARGE-IG, und deren Regionalvertreter noch ein arbeitsreicher Monat werden. Schließlich geht es aktuell um den letzten Feinschliff zu den neuen Partnerverträgen, die noch in diesem Monat unterschriftsreif an die 680 Werkstätten ausgehen und rückwirkend ab 1. Juli gelten sollen.

Vor kurzem fanden zur weiteren Vorbereitung und Abstimmung nun auch die erste Tagung des IG-Beirates und anschließend das erste Treffen der Regionalvertreter der ARGE-IG statt. Bei beiden Treffen gab es richtungsweisende Entscheidungen.

An der Tagung des Beirats der IG nahmen von ARGE-Seite Christian Hoog, Ulrich Schäfer und Markus Stegmann teil. Die Innovation Group war mit seinem Europa-CEO Matthew Whittall sowie den Vorständen Jürgen Schmidt und Steffen Struwe, weiterhin mit dem von IG bestimmten Werkstattvertreter Joachim Bartholomäus vertreten. Aus der Versicherungswirtschaft kamen der Chef-Sachverständige der Württembergischen Versicherung, Dirk Heermann und der Schadenleiter der Continentale Versicherung, Jürgen Berressem.

Sieben Kernpunkte vereinbart

Als wesentliche Ergebnissen dieses Beiratstreffens wurden folgende Punkte festgehalten:
1. Sinn und Zweck des Beirates ist nicht, Einzelabsprachen zu Konditionen und Preisen zu führen. Diese werden weiterhin zwischen den Werkstätten und IG direkt verhandelt.
2. Sinn und Zweck des Beirates ist, mit guter und positiver Grundeinstellung Informationen zwischen den Playern, also den Werkstätten, der IG und den Versicherungen auszutauschen und an für alle Seiten positiven Lösungen zu arbeiten. Grundlage für die weitere Entwicklung im Schadenmanagement ist das Prinzip "CAR": Dieses steht für Customer Satisfaction (Kundenzufriedenheit steigern), Admin Costs (Prozesskosten minimieren) und Repair Costs (Reparaturkosten minimieren).
3. Zukünftig wird die IG darüber informieren, welche Betriebe wo neu aufgenommen bzw. gekündigt wurden.
4. Um die Kommunikation zwischen IG und den Werkstätten zu verbessern, werden in Zukunft jährliche Regionalkonferenzen stattfinden. Diese werden in vier Regionen stattfinden. Auf diesen Treffen werden insgesamt vier Beiratsmitglieder und deren Vertreter direkt von den Werkstätten gewählt. Die ersten Regionaltreffen mit Wahlen finden bereits im Juli statt. Die IG wird die Einladungen demnächst verschicken. Im Anschluss daran findet das nächste Beiratstreffen statt.
5. Zum 1. Juli 2010 soll es (ggf. auch rückwirkend wirksam) neue Werkstattverträge geben. Diese beinhalten wesentliche Änderungen (siehe folgende Punkte 6 + 7).
6. Ein Bestandteil wird der Zahlungsservice sein (bisher bekannt als "Factoring"). Die Teilnahme ist völlig freiwillig. Nichtteilnahme führt zu keinerlei Benachteiligung, Teilnahme zu keinerlei Bevorzugung bei Vermittlungen.
7. Der "ReparaturServiceDirekt" wird auf freiwilliger Basis eingeführt. Die Teilnahme wird sich aber positiv auf die Vermittlungszahl auswirken, denn es ist ganz klar eine essentielle Forderung der Versicherer, alle Reparaturen zum gleichen Preis über den gleichen Prozess abzuwickeln. Diese Position war in der Beiratssitzung nicht diskutabel. Vielmehr verfährt z.B. die Württembergische in ihrem Kerngebiet bereits mit 70% ihrer Partnerwerkstätten genau so. Im Vertrag wird also nur das manifestiert, was schon seit langem von vielen Werkstätten praktiziert wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass IG nur noch 44% der Schäden wirklich frei steuern kann. Beim Rest wird bereits von den Versicherern vorgegeben, wohin der Schaden zu lenken ist.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die "Einheitspreis"-Diskussion

 
 
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