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"Es wird voraussichtlich noch einmal schlechter"
Die Automobilindustrie wird nach Ansicht von Daimler-Chef Dieter Zetsche noch tiefer in die Krise rutschen. "Eine rasche Trendwende auf den Automobilmärkten ist nicht in Sicht. Aller Voraussicht nach dürfte es sogar erst noch einmal schlechter werden, bevor es dann sicher besser werden wird", sagte Zetsche am Donnerstag auf dem Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen. "Es fällt derzeit schwer, Prognosen für den Rest der Woche, des Monats oder des Jahres abzugeben", sagte Zetsche. "Unsere Branche steht am Scheideweg." Er hoffe aber nicht, dass sich Vorhersagen von Experten bewahrheiteten, wonach 100.000 der 760.000 Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie wegfallen könnten, sagte Zetsche. Gerade in Zeiten der Krise sei die Innovationskraft für die Unternehmen überlebenswichtig. "Die Krise ist ein Katalysator. Jetzt wird sich zeigen, wer zukunftsfähig in unserer Branche ist." Zwar sei gerade jetzt die Versuchung groß, in diesem Bereich zu sparen. "Wir wären aber schlecht beraten, mit kurzfristigen Sparmaßnahmen bei Forschung und Entwicklung unseren langfristigen Erfolg aufs Spiel zu setzen", warnte Zetsche. Denn wie die einzelnen Hersteller aus der Krise hervorgehen, hänge vor allem davon ab, wie gut sie bei der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien aufgestellt seien. Vor allem neue Antriebstechniken seien gefragt. "Für die Zukunft nimmt ein Trend immer deutlicher Form an: Die vollständige Elektrifizierung des Antriebs." Politische Stabilisierungsmaßnahmen immer wichtiger In den vergangenen Monaten sei die gesamte Autoindustrie mit Herstellern, Zulieferern und Händlern in den Strudel der Finanzkrise geraten, sagte Zetsche. "Angesichts dieser Entwicklung werden die Maßnahmen der Politik, die auf eine Stabilisierung der Finanzmärkte abzielen, auch für die Automobilindustrie immer wichtiger." Neben der Kaufzurückhaltung der Kunden belasteten auch sinkende Restwerte für Leasingfahrzeuge und verteuerte Kredite die Unternehmen.
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(Foto: Michael Gottschalk / ddp)
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