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Nach EU-Plänen dürfen 2016 neue Kleinlaster nur noch durchschnittlich 175 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.
Klimaauflagen für Kleinlaster
EU sucht CO2-Konsens
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will strenge Klimaauflagen für Kleinlaster und Lieferwagen durchsetzen. Dimas forderte am Mittwoch in Brüssel, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) schrittweise auf 175 Gramm je Kilometer zu begrenzen. Im Jahr 2014 müssten drei Viertel aller Neufahrzeuge das Ziel erreichen, 2015 schon vier von fünf und 2016 alle leichten Nutzfahrzeuge. Nach Berechnungen der Behörde könnte damit gut ein Siebtel des Schadstoffausstoßes gegenüber 2007 vermieden werden. Außerdem kündige der Grieche das Ziel von 135 Gramm für das Jahr 2020 an. Der Wert soll aber 2013 überprüft werden. Frühere Pläne von Dimas sahen keine schrittweise Einführung vor. "Das Niveau ist nicht so ambitioniert wie ursprünglich geplant", räumte Dimas ein. "Es ist aber trotzdem eine wichtige Entscheidung." Umweltschützer lobten die Vorschläge grundsätzlich, die Auto-Lobbyverbände ACEA und VDA lehnten sie ab. Für die Verordnung braucht Dimas die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europaparlament. Hier zeichnet sich Streit ab: In den Verhandlungen für die Einführung von Klimaauflagen für Autos hatten EU-Industriekommissar Günter Verheugen ebenso wie die großen Autoländer Deutschland, Frankreich und Italien die Pläne aufgeweicht (wir berichteten). Kommissionskreisen zufolge haben sich die drei Länder bereits jüngst an Dimas gewandt mit der Bitte, seine Gesetzesvorschläge aufzuschieben. "Vorschlag kommt zum falschen Zeitpunkt" Die deutsche Autoindustrie kritisierte das Vorhaben der EU-Kommission. "Das vorgeschlagene Gesetz zur CO2-Regulierung leichter Nutzfahrzeuge kommt zum falschen Zeitpunkt", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann in Frankfurt. Die Nutzfahrzeugindustrie erlebe derzeit den größten Einbruch seit der Weltwirtschaftskrise, viele Unternehmen kämpften um ihre Existenz. "In einer solchen Situation ist ein Gesetzesvorhaben, das von Herstellern und Zulieferern hohe zusätzliche Investitionen erzwingt, nicht nachvollziehbar", sagte Wissmann. Die Branche brauche keine Mehrbelastung, sondern eine Entlastung.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Streit über CO2-Belastung – Strafen für Hersteller angekündigt
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(Foto: Michael Gottschalk/ddp)
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