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Der EU-Umweltausschuss ist wie die EU-Kommission für die Einführung einer CO2-Obergrenze von 120 g/km ab 2012.
CO2-Auflagen
EU-Umweltausschuss trotzt Autolobby
Niederlage für die Autoindustrie in Brüssel: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat am Donnerstag entgegen den Erwartungen gegen eine schrittweise und damit industriefreundlichere Einführung einer Obergrenze für Autoabgase gestimmt. Der jetzt erarbeitete Gesetzentwurf folgt damit den Empfehlungen der EU-Kommission, wonach ab Januar 2012 ein durchschnittlicher Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer für Neuwagen gelten soll. Die von der Automobilindustrie und der Bundesregierung ins Spiel gebrachte stufenweise Einführung ("phasing in") ist damit vom Tisch. Auch bei den Strafen blieben die Parlamentarier auf der Linie der EU-Kommission. Demnach sollen Hersteller, die den durchschnittlichen Höchstwert überschreiten, ab 2012 zunächst 20 Euro pro zu viel ausgestoßenes Gramm CO2 zahlen. Bis 2015 soll diese Strafe dann schrittweise auf 95 Euro pro Gramm angehoben werden. Die Autoindustrie und die deutsche Bundesregierung hatten zuletzt verstärkt auf einen Kompromiss für eine schrittweise Reduktion der Obergrenze für den Kohlendioxid-Ausstoß der Motoren auf 130 Gramm pro Kilometer zwischen 2012 und 2015 gedrängt. Die EU-Kommission hatte dieses Limit bereits ab 2012 vorgesehen, weitere zehn Gramm CO2 sollen mit Biosprit und anderen Umweltmaßnahmen eingespart werden. Derzeit liegt der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Fahrzeugen in der EU bei rund 160 Gramm. Eine endgültige Entscheidung wird erst im Plenum fallen. (rp)
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(Foto: Michael Gottschalk/ddp)
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