Nach dem September-Minus ist der europäische Automarkt im Oktober wieder auf Wachstumskurs geschwenkt. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei dank eines zusätzlichen Arbeitstags in den Ländern der EU und der EFTA kräftig um 5,5 Prozent auf 1,32 Mio. gestiegen, berichtete jetzt der europäische Herstellerverbandes ACEA. Kumuliert wurden damit seit Jahresbeginn 13,57 Mio. neue Autos auf die Straße gebracht – ein Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit Ausnahme von Deutschland zeigten die Volumenmärkte eine ansprechende Leistung: In Frankreich wurden im Oktober 9,1 Prozent mehr Pkw neu angemeldet als im Jahr zuvor. Italien und Großbritannien verzeichneten ein Plus von 8,5 bzw. 8,4 Prozent. Unter den neuen EU-Staaten stachen besonders Litauen (plus 56,8 Prozent), Slowenien (plus 26,4 Prozent) und Bulgarien (plus 19,3 Prozent) hervor. Selten einträchtig präsentierten sich die großen Autokonzerne – alle fuhren im Oktober ins Plus. Die prozentual größten Zuwächse verzeichneten BMW mit einer Steigerung um 28,5 Prozent sowie Daimler (plus 11,7 Prozent). Auch absolut gesehen lagen die beiden Premium-Erzrivalen mit rund 73.600 Einheiten nahezu gleichauf. Der Fiat-Konzern legte um 7,7, Ford um 7,2 Prozent zu. Der Opel-Absatz erhöhte sich in Gesamteuropa um 4,3 Prozent. Branchenprimus VW verkaufte 1,6 Prozent mehr Autos, der Marktanteil ging aber um 0,8 Punkte auf 20,2 Prozent zurück. Auch die kleinen Autobauer mit weniger als fünf Prozent Marktanteil wiesen eine durchwegs positive Verkaufsbilanz aus. Laut ACEA glänzten Nissan (plus 17,3 Prozent), Suzuki (plus 13,8 Prozent), Chrysler (plus 13,2 Prozent) und Mitsubishi (plus elf Prozent) mit zweistelligen Zuwachsraten. Lediglich Kia musste sich im Oktober mit stagnierenden Neuzulassungszahlen begnügen. (rp) Weitere Details sind rechts in der Downloadbox abrufbar.
Europäischer Automarkt wieder in der Erfolgsspur
ACEA: Zusätzlicher Arbeitstag beschert Zulassungsplus von 5,5 Prozent / Alle Konzerne mit positiver Bilanz / Mit Download