Donnerstag, 24.05.2012
20.05.2010
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Trendstudie

Europäischer GW-Markt wächst zusammen

Auf der Suche nach einem günstigen Gebrauchtwagen sehen sich Autokäufer in Europa zunehmend auch im Ausland um. Im Durchschnitt forsche jeder fünfte Käufer außerhalb des eigenen Landes im Internet nach Angeboten, sagte Alberto Sanz de Lama, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Autoscout24, am Donnerstag in München. "Wir sind überzeugt davon, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird." Bei Preisunterschieden von bis zu 30 Prozent zwischen den einzelnen Ländern könne sich der Blick ins Ausland lohnen.

Viele Käufer nehmen nach einer Umfrage des Unternehmens auch weite Fahrten in Kauf, um das gewünschte Auto abzuholen. Rund 60 Prozent würden demnach bis zu 200 Kilometer fahren, 40 Prozent sogar 500 Kilometer oder mehr. Besonders häufig suchen Franzosen im Ausland nach einem Auto (30 Prozent).

In Deutschland liege der Anteil wegen des großen Angebots im eigenen Land nur bei drei Prozent. Umgekehrt kommen 18 Prozent aller Interessenten auf Autoscout24.de aus dem europäischen Ausland. Besonders in Polen, Rumänien und Bulgarien gebe es ein zu geringes Angebot an hochwertigen Gebrauchtwagen, so dass Interessenten sich in Deutschland umschauten.

Definierter Markt

Nach einer aktuellen Erhebung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen sind die drei großen Börsen mit erheblicher Marktbedeutung in Europa Autoscout24, Mobile.de und Car4you. Unter ihnen hat sich Autoscout24 einen Vorsprung erarbeitet und ist mit 1,6 Millionen Inseraten der größte Online-Marktplatz für Fahrzeuge aus zweiter Hand. Die Autobörsen agieren bereits seit gut 15 Jahren im Internet.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mobile.de hat in Deutschland die Nase vorn – Potenzial in Südeuropa

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

26. Mai 2010 14:28
Karl Schuler meint:
Goetz hat es richtig beschrieben: "...einfach Autos, die es gar nicht gibt." Nur bei der Mehrzahl der Interessenten ist dieses Argument noch nicht angekommen.

Ich würde sogar ein Drittel als Bestellinserate, Doubletten und aus dem Genre "Kuriositätenkabinett" abziehen. Das untere Ende bis 2.000 Euro Endpreis umfaßt 10% und das obere Ende mit bis zu zwei Jahre neuen Fahrzeugen umfaßt wiederum 10% des Angebotes. Übrig bleiben mengenmäßig weniger als die Hälfte der Anzeigen für potentielle Interessenten.

Bei einer individualisierten Suche vom großen Ganzen hin zum Detailwunsch erkennt auch der Laie schnell die Engpässe. Dann gilt es, zuzuschlagen. Ich meine, Bekanntschaftsanzeigen und gebrauchte Immobilien im Internet sind damit vergleichbar. Letztendlich nützt die schönste Beschreibung der Eigenschaften nichts, wenn sich der geneigte Interessent nicht vor Ort vom Objekt seiner Begierde überzeugt hat... Denken Sie mal darüber nach!


21. Mai 2010 14:25
Goetz meint:
2,2 Mio Inserate in Deutschland? Geschätzte 25% können abgezogen werden.
Inserate von Vermittlern, Bestellinserate, doppelte Inserate - halt einfach Autos die es gar nicht gibt. Dann wäre das Autohändlerleben auch gleich leichter....


21. Mai 2010 09:42
Lars Wassenaar meint:
"... die 3 Börsen decken 90% des Gebrauchtwagenangebots ab..."

Eine Studie, die an die erforschten Neuwagenrabatte erinnert. Denn wenn man im Tagesgeschäft wäre und nicht hinter einer Glasfassade, würde man sehr leicht erkennen, daß sich zahlreiche Inserate auf den verschiedenen Portalen wiederfinden, da nicht wenige Händler bei mehreren Börsen gelistet sind und auch zahlreiche Privatpersonen die kostenlose Möglichkeit nutzen, auf den beiden größten Portalen anzubieten.

Es gilt also wieder der alte Churchill-Spruch: Glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast.

Schöne Pfingsten.

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