Die deutschen Autohersteller haben im Streit mit Brüssel über die künftigen Abgasanforderungen für Autos in der EU Schützenhilfe vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gerd Pöttering, erhalten. Die Automobilindustrie müsse für den Klimaschutz einen wichtigen Beitrag durch den Abbau von Kohlendioxid leisten, sagte Pöttering am Mittwochabend beim Neujahrsempfang des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Berlin. "Dabei darf dieser Sektor gegenüber anderen CO2-Verursachern aber nicht benachteiligt und seine Rolle für ein nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in Europa nicht außer Acht gelassen werden." Auch die Wettbewerbsfähigkeit sei wichtig. Nach den Plänen der EU-Regierungen und der Kommission soll die europäische Autoflotte spätestens von 2012 an im Durchschnitt nur noch 120 Gramm Kohlendioxid ausstoßen dürfen. Die Kommission hat zur Umsetzung dieses Ziels im Dezember jedoch eine Kohlendioxid-Strategie vorgelegt, die nach Ansicht der Bundesregierung und der deutschen Automobilindustrie einseitig die heimischen Hersteller großer und bisher spritfressender Fahrzeuge im Wettbewerb mit Franzosen und Italienern benachteiligt. Dies müsse deutlich korrigiert werden, forderte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die Vorschläge von Kommissionspräsident Manuel Barroso und Umweltkommissar Stavros Dimas seien noch "Lichtjahre" von einer gesamtwirtschaftlich effizienten CO2-Minderungsstrategie entfernt. (dpa)
Klimaschutz: Europaparlaments-Präsident stützt deutsche Autobauer
Rückendeckung für die deutsche Autoindustrie im Klimastreit mit der EU: Die Branche müsse zwar einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten, dürfe aber gegenüber anderen Emittenten nicht benachteiligt werden, sagte Europaparlaments-Präsident Hans-Gerd Pöttering am Mittwoch.