Der europäische Pkw-Markt ist auch im April nicht auf Touren gekommen. Wie der europäische Herstellerverband ACEA am Donnerstag in Brüssel mitteilte, lagen die Neuzulassungen mit 1,25 Millionen Einheiten um 12,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Es war der zwölfte Absatzrückgang in einem Monat in Folge. Seit Jahresbeginn ist damit der Neuwagenmarkt in Europa um 15,9 Prozent auf 4,69 Millionen Fahrzeuge geschrumpft. In Westeuropa wurden im April rund 1,17 Millionen neue Pkw in den Verkehr gebracht – ein Minus von 11.6 Prozent. Länder mit Umweltprämien wie Deutschland (plus 19 Prozent) und Österreich (plus 12,8 Prozent) legten kräftig zu. In Frankreich, Italien und Luxemburg mit ähnlichen Konjunkturprogrammen verzeichneten einstellige Rückgänge. Heftig traf es Großbritannien (minus 24 Prozent) und Spanien (minus 45,6 Prozent). Weiter auf Talfahrt sind die Märkte in den neuen EU-Staaten: Die Zahl der Neuzulassungen sank im Berichtsmonat um rund ein Fünftel auf 83.430. Ein positives Ergebnis wiesen nur Polen (plus 2.4 Prozent), Tschechien (plus 19 Prozent) und Slowakei (plus 43,5 Prozent) aus. Dagegen brachen die Autoverkäufe in Ungarn und Rumänien um mehr als die Hälfte ein. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in den April-Absatzzahlen für Europa und die anderen Weltmärkten trotzdem erste Anzeichen für eine gebremste Abwärtsbewegung. Zwar befinde sich die Weltwirtschaft weiter in einem schwierigen Fahrwasser, die zahlreichen staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur zeigten aber immer deutlicher ihre Wirkung, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung.
- NW-Markt Europa - April 2009 (28.5 KB, PDF)