Der ehemalige deutsche Vertriebschef von Daimler, Eckhard Panka, ist am Mittwoch vom Amtsgericht Stuttgart wegen Untreue zu 36.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Damit hatte der Ex-Manager teilweise Erfolg mit seinem Einspruch gegen einen früheren Strafbefehl in Höhe von 128.000 Euro. Panka war nicht anwesend und ließ von seinem Verteidiger erklären, er erkenne die Vorwürfe gegen ihn an. Das Strafmaß wurde auf 180 Tagessätze zu je 200 Euro festgesetzt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 65-Jährige hatte Mitarbeiter der Bauabteilung des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns 2001 für den Umbau seines Privathauses in München eingesetzt sowie von 2003 bis 2004 in der Finca einer Freundin auf Mallorca (wir berichteten). Die Kosten hierfür hatte Panka über den Umbau einer Münchner Filiale der Luxusmarke Maybach abgerechnet. Ende 2004 wurde er in den Ruhestand versetzt. Danach erstattete Panka seinem früheren Arbeitgeber die Kosten für den illegalen Einsatz der Bauabteilung. Von der Geldstrafe werden 8.000 Euro erlassen, da sich das Verfahren über mehrere Jahre hinzog. Durch die öffentliche Berichterstattung habe es einen "hohen Leidensdruck" auf Panka und seine Familie gegeben, sagte der Richter. Auch der Verteidiger des Ex-Vertriebschefs sagte, das Verfahren sei eine "Hypothek" gewesen und sein Mandant wolle nun einen "Schlussstrich" ziehen. Anfang Februar war bereits ein ehemaliger Bauleiter des Auto-Konzerns wegen Untreue zu einer Geldstrafe von 6.750 Euro verurteilt worden. Er war von Panka mit Arbeiten beauftragt worden und etliche Mal nach Mallorca geflogen. Der Ex-Vertriebschef war der prominenteste einer ganzen Reihe von Untreue-Fällen, die 2005 beim Stuttgarter Autobauer bekanntgeworden waren. Vor dem Amtsgericht ist das Verfahren gegen Panka nach Angaben der Stuttgarter Staatsanwaltschaft das vorerst letzte im ganzen Komplex. Ein Verfahren liege allerdings noch beim Landgericht. (dpa)
Vertriebsaffäre: Ex-Daimler-Manager gesteht Untreue
Der frühere Vertriebschef Eckhard Panka hat am Mittwoch vor dem Amtsgericht Stuttgart die Untreue-Vorwürfe gegen ihn anerkannt. Er wurde zu 36.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Im Strafbefehl waren ursprünglich 128.000 Euro festgesetzt worden.
Ralf Ehlers
Karl Nümmes
BK
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