Donnerstag, 09.02.2012
23.07.2010
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Handel

Exklusives Bonussystem für Audi A1

Speziell für den A1 hat Audi ein eigenes Bonussystem ins Leben gerufen. An Stelle der normalerweise zusätzlich zur Grundmarge erreichbaren sechs Boni wie dem Volumen- oder Modellbonus treten seit Anfang Juni ein Basis- und ein Ausstattungsbonus. Die absolute Höhe der möglichen Bonusausschüttung bleibt dabei unangetastet.

Der Basisbonus umfasst zehn Bonusklassen und beträgt zwischen 0,7 und 2,7 Prozent. Berechnungsgrundlage ist der je Händler im Schnitt erzielte Grundpreis pro Fahrzeug. Im Händler-Ranking stehen die Partner an der Spitze, die pro Kunde den höchsten Grundpreis ohne Sonderausstattungen erzielen. Multipliziert mit der jeweiligen Kundenzahl ergeben diese Werte eine händlerspezifische Umsatzsumme und zusammengefasst die Gesamtumsatzsumme. Die Händler werden dann – beginnend an der Spitze des Rankings – in zehn Bonusklassen zusammengefasst, die jeweils zehn Prozent der Gesamtumsatzsumme repräsentieren. Die oberste Klasse im Ranking erhält den höchsten Bonuswert, die unterste den niedrigsten.

Auf der gleichen Berechnungslogik basiert auch die Ermittlung des Ausstattungsbonus. Hier stehen die Händler an der Spitze des Rankings, die pro Fahrzeug den höchsten Umsatz mit Sonderausstattungen erzielen. Die weitere Berechnung zur Clusterung und Einordnung in die Bonusklassen erfolgt wie beim Basisbonus. Die Höhe des Ausstattungsbonus beträgt zwischen 1,3 und 5,7 Prozent.

Händler, deren Kunden höherwertige Fahrzeuge und viele Sonderausstattungen nachfragen, können hier also profitieren. Das neue Bonussystem gilt für alle Auslieferungen an Endkunden und an autorisierte Audi-Händler. Ziel ist es laut Audi, die Händler an der erwarteten hohen Nachfrage nach Individualisierungs- und Personalisierungsumfängen teilhaben zu lassen. (cfm)

Mehr zum Thema A1 sowie ein ausführliches Interview mit Audi-Vertriebschef Michael Renz lesen Sie in AUTOHAUS 14-15, das am 26. Juli erscheint.

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

26. Juli 2010 17:29
Rajko Hensel meint:
Ich denke das geht in eine ganz andere Richtung. Durch dieses neue Margensystem vermeidet Audi eine zu schnelle und zu hohe Rabattierzung des A1, da ja kein Händler weiß, ob er im Bonuslevel unten oder oben steht.


26. Juli 2010 16:16
E. Kühlwetter (wallibelli) meint:
Diese Regelung zeigt eindeutig, womit Audi beim A 1 Geld verdient. Mit Extras. Wie schon Herr Schmidt ausführt, ist dies eine zweischneidige Sache. Extras unterliegen einem viel höheren Wertverlust als das Basisfahrzeug. Audi und Händler verdienen damit das meiste Geld. Der Kunde verliert mit dem ganzen Christbaumschmuck das meiste Geld. Sogar einige Leasinggesellschaften kalkulieren den Wertverlust inzwischen differenziert nach Grundpreis und Preis der Sonderausstattungen. IMO ist der Markt für hochpreisige Kleinwagen nicht so groß, wie Audi anmimmt. Auf lange Sicht lässt sich ein projektierter A 1 - Durchschnittspreis bis zu 30.000,- € nicht durchsetzen. Zumal die angepeilte Benchmark - der NEW Mini - im Image ein Eigenleben führt. Entscheidend wird die Designakzeptanz sein. Er hat durchaus großes Potential bei Frauen. Auch bei jüngeren, die schon eine Liaeson mit der A-Klasse eingingen bzw. noch eingehen wollen.


23. Juli 2010 18:14
Thomas Schmidt meint:
Ich hoffe, dass andere Hersteller nicht auf ein so komplexes System umstellen. Hierbei muß der Verkäufer ja für jedes Angebot die individuelle Marge kalkulieren. Bei dem Rabattdruck bei Audi wird es sowieso nicht lange dauern, bis auch der A1 an der Schmerzgrenze verkauft wird. Dann heißt es: "Wenn der Wagen teurer wäre, bekämen Sie ja mehr Rabatt." Der Käufer, der vorher zu teuren Autos genötigt wird, muß dann auch noch in Kauf nehmen, dass er bei der späteren Inzahlunggabe diverse Extras nicht entsprechend angerechnet bekommt. Ich bin mir sicher, dass Audi nicht lange an diesem System festhalten wird.

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