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Marktkrise
Experte fordert Konjunkturprogramm für Händler
Der Branchenexperte Willi Diez hat für den Automobilhandel in Deutschland ein Konjunkturprogramm gefordert. Angesichts einer chronischen Unterfinanzierung seien die Kfz-Betriebe von der restriktiveren Kreditvergabe der Banken besonders betroffen, erklärte Diez am Freitag auf dem 1. Fabrikatshändlerkongress des Deutschen Kfz-Gewerbes in Frankfurt. Sollten die Fahrzeugverkäufe im kommenden Jahr weiter sinken, müsse mit einer "dramatischen Insolvenzwelle" gerechnet werden. Nach Angaben von Diez, der das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in Geislingen leitet, ist die Eigenkapitalquote der Händler mittlerweile im Durchschnitt auf unter 15 Prozent gesunken. Dementsprechend sei die Abhängigkeit der Autohäuser von den Kreditkonditionen der Geschäftsbanken besonders hoch. "Wenn jetzt auch noch absehbar ist, dass die Neuwagenverkäufe im Jahr 2009 nochmals sinken, dann werden die Banken vielen Händlern den Geldhahn endgültig zudrehen", so Diez. Laut IFA-Prognose könnten die Neuzulassungen im kommenden Jahr auf knapp drei Millionen Pkw abstürzen. Für das laufende Jahr erwarten die Experten ein Zulassungsergebnis von 3,15 Millionen. Nach ihrer Auffassung könnte die Einführung einer CO2-Besteuerung sowohl für Neu- als auch für Altfahrzeuge zu einer spürbaren Belebung des Marktes führen. Ebenfalls denkbar sei eine Verschrottungsprämie. (rp)
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(Foto: IFA)
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