Freitag, 10.02.2012
24.10.2008
Share |
Marktkrise

Experte fordert Konjunkturprogramm für Händler

Der Branchenexperte Willi Diez hat für den Automobilhandel in Deutschland ein Konjunkturprogramm gefordert. Angesichts einer chronischen Unterfinanzierung seien die Kfz-Betriebe von der restriktiveren Kreditvergabe der Banken besonders betroffen, erklärte Diez am Freitag auf dem 1. Fabrikatshändlerkongress des Deutschen Kfz-Gewerbes in Frankfurt. Sollten die Fahrzeugverkäufe im kommenden Jahr weiter sinken, müsse mit einer "dramatischen Insolvenzwelle" gerechnet werden. Nach Angaben von Diez, der das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in Geislingen leitet, ist die Eigenkapitalquote der Händler mittlerweile im Durchschnitt auf unter 15 Prozent gesunken. Dementsprechend sei die Abhängigkeit der Autohäuser von den Kreditkonditionen der Geschäftsbanken besonders hoch. "Wenn jetzt auch noch absehbar ist, dass die Neuwagenverkäufe im Jahr 2009 nochmals sinken, dann werden die Banken vielen Händlern den Geldhahn endgültig zudrehen", so Diez. Laut IFA-Prognose könnten die Neuzulassungen im kommenden Jahr auf knapp drei Millionen Pkw abstürzen. Für das laufende Jahr erwarten die Experten ein Zulassungsergebnis von 3,15 Millionen. Nach ihrer Auffassung könnte die Einführung einer CO2-Besteuerung sowohl für Neu- als auch für Altfahrzeuge zu einer spürbaren Belebung des Marktes führen. Ebenfalls denkbar sei eine Verschrottungsprämie. (rp)

 
 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. November 2008 10:41
Rolf Leuchtenberger meint:
Wenn die SPD/CDU-Regierung noch nicht einmal eine Kfz-Steuer-'Reform' zeitnah zustande bringt, sondern nur endlose Diskussion 'wirkungsvoll' die Medien anheizt, wird die Verunsicherung der betroffenen Autofahrer/Verbraucher und damit die Kaufzurückhaltung zwangsläufig weiter anhalten.
Eine weitere erfolglose Subventionierung durch eine 1 bzw. 2-jährige Kfz.-Steuerbefreiung, die bei schadstoffarmen Kleinwagen bei 50-150€ liegen dürfte ist wohl mehr ein 'Treppenwitz'!
Ich nenne das: "POLITIK GEGEN JEDE VERNUNFT"


27. Oktober 2008 09:11
Reggi Hammond meint:
Herr Rau, haben Sie überhaupt schon einmal ein Auto verkauft? Sie machen es sich m. E. viel zu leicht und verkennen die Realität im Automobilhandel. Der Wettbewerbsdruck ist schlicht zu groß, sodass letztendlich nur über günstige Finanzierungen oder Rabatte gesprochen wird. Wohlgemerkt ich meine hier primär die Volumenhersteller, wobei es bei den Premiumherstellern mittlerweile nicht anders aussieht.
Wir brauchen dringend Klarheit bei der CO2-Steuer, ansonsten bleibt diese Unsicherheit und nichts wird sich signifikant ändern.


24. Oktober 2008 13:52
Jens Rau meint:
...der Handel müßte nur die Autos mit weniger Rabatt verkaufen (können), dann währe da auch kein Problem! Daran ändert auch die CO2 Besteuerung nicht wirklich etwas.

3 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr