18. Februar 2009 09:10
Striker meint:
Hallo Herr Arbeiter,
das sehe ich ganz genauso. Ich kenne aus unserer Handelsorganisation auch einige Betriebe, die mangels Alternative ein oder zwei Serviceberater mittels Kurzeinweisung zum "Verkäufer" gemacht haben. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, geht es dabei auch nicht um das "Verkaufen" an sich, sondern eher um das "Abwickeln" der zahlreichen (und oft einfach nur geduldig wartenden) Kunden, die sich ob der Abwrackprämie bereits für einen Kauf entschieden haben.
Das "Verkaufen" haben sie im Blut oder auch nicht, das hat nach meiner Auffassung nur am Rande mit Ausbildung zu tun. Wohl eher mit gesundem Menschenverstand, sozialer Kompetenz, dem erforderlichen Einfühlungsvermögen für das jeweilige Gegenüber sowie dem notwendigen Durchsetzungsvermögen in der richtigen Situation. Das braucht auch ein guter Serviceberater. Von daher passt das schon.
Trotzdem hat 'Rundumexperte" Recht, der zusätzliche, oft sehr markenspezifische adminstrative Aufwand, den er darstellt, ist niicht von der Hand zu weisen. Aber das hat mit "Verkaufen" eben nichts zu tun, sondern mit dem Prozess der Verkaufsabwicklung.
17. Februar 2009 16:31
Friedrich Arbeiter meint:
Wie schon einmal muss ich Striker rundum recht geben. Was Sie schreiben und anmahnen, stimmt einfach. Zur Frage, was nach der Umweltprämie kommt, ist festzustellen, dass zunächst sicher eine Flaute eintreten wird. Dauer und Auswirkungen werden davon abhängen, ob sich Konjunktur und Stimmung wieder bessern. Ich kann nur empfehlen, sich im GW-Bereich gut aufzustellen.
Vielen Dank auch an Andreas G. für seine Wertschätzung. Auch richtig, was er schreibt! In dem Zusammenhang möchte ich noch feststellen, dass es gar nicht so wenige Betriebe gibt mit Verkäufern mit Festgehalt. Hier sollten die Chefs jetzt den Einsatz ihrer Verkäufer durchaus mit Prämien und Zulagen honorieren.
Rundum-Experte möchte ich darauf hinweisen, dass der Meistereinsatz als vorübergehende Notmaßnahme zu verstehen ist. Was wollen Sie denn machen, wenn zwei Verkäufer von vier wegen Grippe ausfallen und sechs gebraucht werden. Und es gibt viele Kfz-Meister, die am Samstag schon mal Autos verkauft haben. Warum so bissig?
Ich wünsche weiterhin gute Geschäfte, bleiben Sie dran!
17. Februar 2009 09:49
Andreas G meint:
Grundsätzlich gebe ich Herrn Arbeiter mit seinen Aussagen recht. Die Verschrottungsprämie sorgt im Moment zumindest bei den Volumenherstellern und dort speziell im Kleinwagensegment für eine deutliche Nachfrage. Ob es jedoch sinnvoll ist, Personal aus verkaufsfremden Abteilungen mit dem Verkauf zu beauftragen, möchte ich in Frage stellen. Viele Verkäufer werden jetzt deutlich mehr Verkäufe erzielen als sonst, irgendwann wird die Nachfrage nachlassen bzw. die Prämie aufgebraucht sein. Dann fehlen die Provisionen im Geldbeutel. Also sollten sie jetzt die Möglichkeit haben Geld zu verdienen und sich ein gewisses Polster aufbauen zu können.
Außerdem werden die Kundenzufriedenheitsbefragungen aufgrund der Verschrottungsprämie und der momentanen Nachfrage nicht ausgesetzt und um diese auf gewünscht hohem Niveau zu halten, ist aus meiner Sicht der Verkauf, wenn auch im Moment relativ einfach, nur durch geschultes und zertifiziertes Fachpersonal zwingend. Es nutzt nichts, wenn die dringend benötigten Prämien am Ende fehlen, die oftmals zu einem positiven Betriebsergebnis führen
Die Aufforderung jedem auf die Finger zu schauen, der mit dem Verkauf bzw. der Abwicklung der Verschrottungsware zu tun hat, halte ich einerseits für gut, andererseits wird hier mal wieder Misstrauen geschaffen. Viel wichtiger wäre es jedem nachhaltig zu vermitteln, dass er mit einer sauberen Abwicklung zum Unternehmensergebnis und damit zur eigenen Arbeitsplatzsicherheit beiträgt
Ansonsten schätze ich die Aussagen, Arbeiten und Schulungen mit Friedrich Arbeiter sehr. Ein Seminar im MMI ist mir noch in bester Erinnerung.