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Exxon Mobil diskutiert automobile Zukunftstrends
Auf Einladung von Exxon Mobil haben am vergangenen Freitag in Berlin Experten aus Beratung, Wissenschaft und Industrie ihre Prognosen zur Zukunft des Automobilgeschäfts erläutert. Nach der Begrüßung durch Michael Wallek, Leiter Autoschmierstoffe bei Exxon Mobil, sprachen der Zukunftsforscher Lars Thomsen von Future Matters, Andrew Tongue vom International Car Distribution Programme (ICDP), Herbert Ampferer, Leiter Energie und Umwelt bei Porsche, sowie abschließend Carsten Jaeschke, Marketingleiter Schmierstoffe bei Exxon Mobil Zentraleuropa.
Zukunftsforscher Thomsen wies auf die beschleunigten Änderungsprozesse hin. "Tipping Points", also abrupte Brüche in der gesellschaftlichen wie technologischen Entwicklung, würden auch die Automobilwirtschaft betreffen. Zukunftstrends sind aus seiner Sicht intelligentere Maschinen, der Umgang mit Energieressourcen, interaktives Marketing sowie der demografische Wandel. Auch neue Produktionsmethoden wie zum Beispiel Fahrzeug-Updates per USB-Stick spielten künftig eine Rolle. Auch prognostiziert Thomsen eine Knappheit an qualifizierten Mitarbeitern. Er hält es für möglich, dass bereits in fünf Jahren die Hälfte aller neuen Autos einen reinen Elektroantrieb besitzt.
Auch Andrew Tongue von ICDP thematisierte die neuen Technologien in seinem Vortrag. Kleinere Fahrzeuge und Motoren würden auch für Ölkonzerne geringere Erträge bedeuten. Für den europäischen Automobilmarkt geht er von einer Stabilisierung bei rund 14 Millionen Einheiten aus. Die neue GVO wird demnach in den nächsten drei Jahren nur geringe Veränderungen mit sich bringen. Grundsätzlich empfahl Tongue eine stärkere Nachfrageorientierung, flexible Verkaufsprozesse sowie die Fokussierung auf den Service-Markt.
Porsche fährt dreigleisig
Herbert Ampferer von Porsche geht dagegen davon aus, dass Hubkolbenmotoren inklusive Hybrid- und Plug-In-Technologien im Jahr 2030 noch einen Marktanteil von 90 Prozent besitzen. Er ging auch auf die Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Antriebstechnologien ein, zum Beispiel Zielvorgaben für die CO2-Reduktion. Porsche konzentriere sich mit seinen Forschungsaktivitäten vor allem auf die Optimierung konventioneller Antriebe, die Hybrid-Technologie sowie auf batteriebetriebene Elektromotoren, so Ampferer.
Am Ende fasste Carsten Jaeschke die Aufgabenstellung für den Automobilhandel zusammen: Die Herausforderung sei es, das tägliche Geschäft mit einer ausreichenden Rendite zu meistern und gleichzeitig die Zukunft künftiger Generationen zu sichern. Exxon Mobil wolle seine Partner im Kfz-Gewerbe vor diesem Hintergrund auch weiterhin bestmöglich unterstützen. (cfm)
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(Foto: ExxonMobil)
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