Mittwoch, 23.05.2012
18.01.2010
Share |
Raubmord

Familienvater bei GW-Verkauf getötet

Nach einer Probefahrt zum Verkauf seines Autos ist ein Münchner Finanzmanager erschossen worden. Der 36 Jahre alte Familienvater sei von zehn bis 13 Schüssen getroffen worden, sagte der Leiter der Mordkommission, Markus Kraus, am Montag. Gegen einen 40 Jahre alten Hausmeister aus München erging Haftbefehl wegen Raubmordes, ein 54 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sitzt zunächst wegen Urkundenfälschung in Untersuchungshaft. Nach bisherigen Ermittlungen könnte sich das Verbrechen so abgespielt haben: Die Täter treffen sich mit dem Mann unter dem Vorwand, seinen im Internet inserierten Wagen kaufen zu wollen. Sie sind entschlossen, sich das Auto, das 54.000 Euro kosten soll, anzueignen – notfalls mit Gewalt. Nach einer Probefahrt strecken sie den Geschäftsmann mit Schüssen aus einer 22-Millimeter-Waffe nieder. Der 36-Jährige ist sofort tot. "Wir gehen davon aus, dass das von vorneherein geplant war", sagte Staatsanwalt Laurent Lafleur. Die beiden Tatverdächtigen wurden am Samstag in München festgenommen. Sie bestritten eine Beteiligung an der Tat. Ihre Aussagen führten zu einem dritten Mann, der inzwischen wieder freigelassen wurde. Der Verdacht gegen ihn habe sich nicht erhärtet. Der Manager war am Donnerstag von einem Verkaufstreffen für seinen Wagen nicht zurückgekehrt. Seine Frau meldete ihn als vermisst. Er hinterlässt zwei Kinder. Seine Leiche wurde am Samstag im Lieferwagen des Hausmeisters in einem Wohngebiet gefunden, unweit davon stand das Auto des Opfers. Bei dem Hausmeister wurden Schlüssel und Papiere entdeckt. Der 54-jährige mazedonisch-bulgarische Staatsbürger war mit einem gefälschten Pass unterwegs. Die Hinweise hätten nicht zu einem Haftbefehl wegen Mordes gereicht, sagte Lafleur. Die Polizei schließt nicht aus, dass es weitere Tatbeteiligte gab. (dpa)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

19. Januar 2010 11:51
Bert Prengemann meint:
Sehr tragisch - mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.
Trotzdem möchte ich bei diesem Verhandlungspreis das Verhalten des Verkäufers als leichtsinnig bezeichnen. Und der Vorfall sollte in der Branche auch als Warnung aufgenommen werden, die Abläufe und Sicherheitsvorkehrungen beim Verkauf und der Probefahrt zu prüfen.


19. Januar 2010 09:04
Georg Kern meint:
Ein tragischer Vorfall der die Verrohung der Sitten widerspiegelt.
10 bis 13 Schuss aus einer 22mm Waffe. Vermutlich war eine Kal. 22 Waffe gemeint. Also eine Kleinkalieberpistole mit 5,6mm. Bei 22mm wäre nicht viel übrig geblieben. Die meisten dieser Waffen haben 6 bis 10 Schuss. Entweder wurde da nochmals nachgeladen oder es war ein zweiter Täter anwesend.

2 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 2)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr