Im jüngsten Korruptionsskandal in der Autoindustrie soll der Chef des französischen Autozulieferers Faurecia, Pierre Lévi, nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" bereits ein Geständnis abgelegt haben. "Wie es heißt, hat Lévi frühzeitig von den illegalen Praktiken gewusst, ist aber bis zu den Ermittlungen der Justiz nicht aktiv geworden", berichtete die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft habe die Vorwürfe gegen Lévi weder bestätigen noch dementieren wollen. Nach Medienberichten sollen Beschäftigte von Faurecia, einer Tochter des Autoherstellers PSA (Peugeot, Citroën), mit Lévis Duldung Einkäufer von Autounternehmen in großem Stil bestochen haben, um bei Aufträgen bevorzugt behandelt zu werden (wir berichteten). Unterdessen haben sowohl VW als auch PSA einen Brief des VW-Vorstandsvorsitzenden an PSA-Chef Jean Martin Folz bestätigt. Zum Inhalt des Schreibens wollten sich beide Unternehmen aber nicht äußern. Laut "Spiegel Online" teilte Pischetsrieder darin Folz mit, dass der VW-Konzern nicht mehr mit Lévi zusammenarbeiten wolle. (dpa)
Faurecia-Chef hat angeblich Geständnis abgelegt
Zeitung: Pierre Lévi soll frühzeitig von den illegalen Praktiken seiner Mitarbeiter gewusst haben