Donnerstag, 24.05.2012
30.09.2009
Share |
Trotz Abwrackprämie

Fiat-Chef sieht für Italien schwarz

Fiat-Chef Sergio Marchionne erwartet trotz der Stützungsmaßnahmen für die Autoindustrie in Italien in diesem Jahr einen Absatzrückgang bei verkauften Neuwagen. Deren Zahl dürfte sich bei leicht über zwei Millionen Fahrzeuge einpendeln, sagte Marchionne am Mittwoch in Rom. Das sei ein Minus von etwa sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im kommenden Jahr könnte die Zahl der in Italien verkauften Neuwagen sogar auf unter zwei Millionen sinken. Der Fiat/Chrysler-Chef hatte unlängst argumentiert, dass ein Auslaufen der im Februar 2009 eingeführten Abwrackprämie in Italien ein "Desaster für die Autoindustrie" sein würde. Daraufhin schloss Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht aus, die Prämie zu erneuern. Sollte Ende des Jahres die Notwendigkeit bestehen, Förderungen der Autoindustrie wie die Abwrackprämie zu erneuern, "wird sich die Regierung nicht aus der Affäre ziehen", erklärte Berlusconi am Mittwoch in einem Fernseh-Interview. Erst kürzlich hatten Großbritannien und Frankreich eine Verlängerung der Abwrackprämie beschlossen (wir berichteten). Paris will für die Verschrottung von Altautos und den Kauf neuer abgasärmerer Fahrzeuge auch 2010 eine allerdings geringere Prämie zahlen. Die britische Regierung weitete die Prämie für die Verschrottung von Altwagen auf zusätzliche 100.000 Autos aus. In Deutschland war der Fördertopf für die Abwrackprämie Anfang September leer. Eine Verlängerung hatte die Bundesregierung abgelehnt. Marchionne sagte zur Marktentwicklung in Europa, die glaubwürdigsten Vorhersagen für 2010 gingen von einem Absatz von knapp 12,5 Millionen Fahrzeugen aus, "was mehr als eine Million weniger als im laufenden Jahr bedeutet". Im Vergleich zum Jahr 2007, also vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, sei das "ein Einbruch von mehr als 20 Prozent". "Opel interessiert mich nicht mehr im Geringsten" Der Fiat-Chef machte im übrigen deutlich, dass das frühere Interesse seines Konzerns am Autobauer Opel erloschen sei. "Von der Sache Opel bin ich ganz weit entfernt, das interessiert mich nicht mehr im Geringsten", sagte er. In der "Operation Opel" gebe es keine faire Konkurrenz, bemängelte der Manager und verwies "auf einen Staat, der den anderen 4,5 Milliarden Euro an Finanzierung garantiert." (dpa)

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr